Stormarn
Projekt: Veranstaltungszentrum an der Brückenstraße

Konzerthalle: Rathaus sieht keine Probleme

Initiatoren berichten von Zuspruch. Amtsleiter Wilhelm Thiele: Positive Resonanz im Bauausschuss. Marstall sieht möglicher Konkurrenz gelassen entgegen.

Ahrensburg. "Wir haben sehr positive Resonanz auf unser Vorhaben bekommen", sagt Felizitas Thunecke. Sie gehört zu den vier Ideengebern, die ein Veranstaltungszentrum mit Kino und Konzertsaal im ehemaligen Rohrbogenwerk an der Ahrensburger Brückenstraße planen (wir berichteten). Laut Thunecke gibt es sogar schon Interessenten für einige der Gewerberäume auf dem Gelände.

Volkmar Schiebusch vom Marstall-Verein sieht keine Konkurrenz zum Angebot des Kulturzentrums am Schloss. Ganz im Gegenteil. Er ist der Auffassung, dass alle, die etwas Kulturelles in der Region anbieten, sich gegenseitig helfen. Außerdem habe das geplante Veranstaltungsareal "ganz andere Voraussetzungen" und ziele auf jüngere Menschen ab. Auch der Sozialpädagoge Bernd Meyerink vom Bruno-Bröker-Haus am Stormarnplatz unterstützt die Idee: "Es kommt aber auch darauf an, was dort entsteht. Wenn es rein kommerziell wird, wäre es wohl weniger für Jugendliche geeignet. Denn viele der Jugendlichen haben kaum Geld." Den Bedarf für ein Kino sehe er auch. Davon würden alle profitieren, nicht nur Jugendlichen.

Auch von anderer Stelle gibt es Unterstützung für das Vorhaben. "Im Bauausschuss wurde das Vorhaben absolut positiv aufgenommen", sagt Bauamtsleiter Wilhelm Thiele. Aber: "Es ist zu vermuten, dass der Boden belastet ist - das muss vorher bereinigt werden." Eine Gefährdung für die Realisierung wäre das nach seiner Meinung nach aber nicht. Denn was auch immer mit dem Gelände in Zukunft passiert, die Untersuchungen müssten so oder so vorgenommen werden. Sonst sieht der Baumamtsleiter kaum Probleme mit dem Standort, da es sich um ein "gewerblich strukturiertes Gebiet" handele. Die Lage ist seiner Meinung nach ideal: Bahnhof und Bundesstraße sind in unmittelbarer Nähe.

Felizitas Thunecke, Arved Czarnetzki, Thomas Schleifenbaum und Jürgen Knecht planen dort aber nicht nur ein Veranstaltungszentrum für bis zu 2000 Besucher, sondern auch einen Biergarten, einen Beachclub und eine Eislaufbahn für den Winter. Und für das Betreiben des Kino mit zwei Sälen gibt es sogar schon einen Interessenten. Auf dem fast 15 000 Quadratmeter großen Gelände war bis vor etwa sieben Jahren das Hamburger Rohrbogenwerk untergebracht. Die Fertigungshalle aus den 50er Jahren ist 2500 Quadratmeter groß.