Stormarn
Antrag der SPD

Senioren, Wirtschaft, Jugend: Drei Beauftragte für Barsbüttel?

Einen Seniorenbeauftragten, einen Kinder- und Jugendbeauftragten und einen Wirtschaftsbeauftragten: Bekommt Barsbüttel drei im Rathaus angesiedelte Spezialisten?

Barsbüttel. Ein solcher Antrag steht jedenfalls auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung der Barsbütteler Sozialdemokraten. Sie kommen am kommenden Mittwoch um 19 Uhr im Rathaus am Stiefenhoferplatz zusammen.

Mit dem Antrag reagieren die Sozialdemokraten auch auf den aktuellen Streit über die ursprünglich auch mit Zustimmung der SPD geplante Abschaffung des Seniorenbeirats. Das Thema ist mittlerweile vom Tisch. "Es gibt genügend Barsbüttelerinnen und Barsbütteler, die sich in einem solchen Beirat engagieren wollen. Dieses hatte die Politik falsch eingeschätzt", sagt Martin Habersaat, der in Barsbüttel wohnende Kreisvorsitzende der SPD.

Seiner Ansicht nach sollte der Beirat jedoch mit einem Seniorenbeauftragten ergänzt werden. Martin Habersaat: "Es geht um ein Konzept für die Betreuung der demenzkranken, um eine trägerunabhängige Beratungsstelle für Senioren, um einen Ausbau der Serviceangebote für ältere Bürger." Diese Vorhaben könne ein Seniorenbeirat nur schwer voranbringen. Dafür sollte die Gemeinde zusätzlich einen Seniorenbeauftragten erhalten, der Aufträge der Gemeindevertretung und der -verwaltung übernehme und umsetze.

Der Wirtschaftsbeauftragte soll nach Ansicht des Barsbütteler SPD-Fraktionsvorsitzenden Hermann Hanser den Kontakt mit den Firmen halten. Er könne zum Beispiel der Frage nachgehen, wie die Gemeinde für Unternehmen und deren Mitarbeiter attraktiver werden könne. "Das gerade jetzt in der Wirtschaftskrise nötige Gespräch mit den Firmen findet derzeit nicht statt", sagt Hanser.

Ein Kinder- und Jugendbeauftragter hätte laut Hanser die Aufgabe, die Angebote der Gemeinde besser zu koordinieren. In Barsbüttel gebe es 65 Familien, in denen Kinder mehr vernachlässigt denn gefördert würden. Hanser: "Die Zahl der verhaltensauffälligen Kinder und Jugendlichen nimmt deutlich zu. Es ist Zeit, dass sich um diese Herausforderung ein Kinder- und Jugendbeauftragter kümmert."