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Hoisbüttel: Verein dringt auf Grandplatz-Sanierung

"Trotz des katastrophalen Zustands des Grandplatzes hat sich seit 2005 nichts getan. Er muss endlich saniert werden", beschwert sich Kay Weber, Jugendwart des Hoisbütteler Sportvereins.

Ammersbek. "Dabei hat es vor drei Jahren bereits eine Studie gegeben, die die schwerwiegenden Mängel des Sportplatzes beschreibt." Neben dem Grandplatz stehen dem Verein noch zwei Rasenplätze zur Verfügung. "Ungefähr Mitte Oktober müssen wir die jedoch verlassen und können dann nur noch auf dem 30 Jahre alten Grandplatz trainieren. Der Rasen braucht dann Erholung", so Weber.

Ursprünglich hatte die Gemeinde Ammersbek in diesem Jahr 200 000 Euro für die Sanierung des Sportplatzes ausgeben wollen. "Aufgrund der Steuerschätzung im Mai und dem daraus abgelesenen Minus von rund 505 000 Euro mussten diverse Streichungen und Schiebungen gemacht werden", erklärt der Büroleitende Beamte Holger Peters der Gemeinde Ammersbek. Zu diesen Streichungen gehört auch die Erneuerung des Grandplatzes.

"Der momentane Stand ist keine endgültige Entscheidung. Bei der Haushaltsberatung für das kommende Jahr wird erneut über die Sanierung des Platzes entschieden werden", so Peters.

Für die insgesamt 280 Spieler der vier Herrenfußballteams und zehn Jugendteams des Sportvereins ist dieser Platz sehr wichtig. Er hat als einziger in Hoisbüttel eine Flutlichtanlage. Daher kann nur hier ganzjährig gespielt werden.

"Das Training für die Jugend- und Herrenmannschaften findet immer am späten Nachmittag oder abends statt. Im Winter sind wir durch die frühe Dunkelheit also gezwungen, auf dem Grandplatz zu spielen", so Weber. Deshalb sei die Sanierung inklusive einer automatischen Bewässerungsanlage dringend notwendig. "Momentan haben wir Fußballer Glück, dass das Wetter so gemischt ist. Bei Regen gleicht der Sportplatz einem See. Durch die kaputte Dränage kann das Wasser nicht mehr ablaufen", ergänzt Weber. Bei starker Sonnenbestrahlung sei der Platz knüppelhart.

Gespräche mit den Ammersbeker Politikern seien bislang ohne Erfolg geblieben. "Wir fragen uns langsam, ob die Interessen des Sports bei den Gemeindevertretern überhaupt berücksichtigt werden", so Jugendwart Kay Weber.