Stormarn
Nahverkehr

S-4-Pläne stoßen bei Politikern auf große Zustimmung

Die Pläne der S-Bahn Hamburg GmbH, bis spätestens 2018 eine eigene S-Bahnlinie bis Ahrensburg fertigzustellen, sind bei den Mitgliedern des Kreisverkehrsausschusses auf große Zustimmung gestoßen.

Bad Oldesloe - "Das gibt uns Hoffnung, dass nun tatsächlich etwas passiert", sagte die Ausschussvorsitzende Sigrid Kuhlwein (SPD). Der S-Bahn-Geschäftsführer Kay Uwe Arnecke hatte in einem Gespräch mit der Stormarn-Ausgabe des Hamburger Abendblatts gesagt, die S 4 müsse spätestens zeitgleich mit der Fehmarnbeltbrücke im Jahr 2018 fertig sein - sonst führe der zunehmende Verkehr auf der Bahnlinie Hamburg-Lübeck-Puttgarden zu Engpässen im Nahverkehr. "Die Bindung an dieses Datum ist das Interessante", sagte Joachim Germer, Mitglied der Grünen im Verkehrsausschuss. "Jetzt geht es nicht mehr darum, was Berlin gefällt oder was nicht - jetzt haben wir einen Termin."

Im Kreisverkehrsausschuss erläuterte Michael Dirmeier, der technische Geschäftsführer der S-Bahn Hamburg, die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie. Der Bau der Strecke führe zu einem Anstieg der Fahrgastzahlen um 50 Prozent, sagte er. In den Hauptverkehrszeiten solle die S 4 im Zehn-Minuten-Takt zwischen Ahrensburg und Hamburg verkehren, für Bad Oldesloe gelte ein 20-Minuten-Takt.

Unklar ist aber nach wie vor die Frage der Finanzierung. "Daran hängt es natürlich, und da habe ich nichts Neues gehört", sagt Sigrid Kuhlwein. Heinz Graefe, CDU-Mitglied im Ausschuss, ist dennoch optimistisch. "Ich glaube jetzt, dass die S 4 kommen wird. Sie ist ja auch notwendig." Auch Joachim Germer sieht positiv in die Bahn-Zukunft. Angesichts des mit der Beltquerung zunehmenden Güterverkehrs auf der Bahnstrecke sieht er allerdings die Notwendigkeit, den Lärmschutz zu verstärken. "Ich könnte mir vorstellen, dass die Strecke im Bereich des Bahnhofs Ahrensburg komplett eingehaust werden muss", sagte er. "Da stehen die Häuser so dicht an der Strecke, dass der Lärm den Bewohnern nicht zuzumuten ist." Dies sollte man beim Bau der S-Bahn-Gleise berücksichtigen - obwohl die S 4 die Lärmbelästigung nicht nennenswert erhöhen werde. "Die liegt im Lärmschatten der Güterzüge", sagte er. (pop)