Stormarn

Im Mittelpunkt steht das Gold

Vernissage: Arthouse zeigt Schmuck, Rahmen und Lithos

Ahrensburg. Lithographien und Kunstdrucke des Malers Klaus Meyer-Gasters in handgearbeiteten Rahmen des Vergolders Thomas Synnatschke, dazu aktuelle Arbeiten der Ahrensburger Goldschmiedin Antje Heuermann Kramer - zusammen ergibt das die Ausstellung "Werke im goldenen Rahmen". Heute um 20 Uhr wird sie in der Ahrensburger Galerie im Arthouse (Klaus-Groth-Straße 5-7) eröffnet.

Galeristin Jorana Faerber begrüßt auch Thomas Synnatschke und Antje Heuermann Kramer. Musikalisch unterhält Clariss Bernhard auf der Geige die Gäste. Auch für Gaumenfreuden ist gesorgt - mit Cremant d'Alsace, einem champagnerähnlichen Getränk.

Klaus Meyer-Gasters, Jahrgang 1925, ist einem breiten Publikum vor allem durch die Apotheken-Kalender bekannt. Seit 40 Jahren malt der Künstler die unverwechselbaren Aquarelle von Pflanzen und Tieren. Einen Namen hat sich der gebürtige Ludwigshafener und Wahl-Frankfurter aber auch als Zeichner bei der "Frankfurter Neuen Presse" gemacht, für die er unter anderem die Richter, Ankläger und Verteidiger der Nürnberger Prozesse festhielt.

Mitte bis Ende der Sechzigerjahre arbeitete Klaus Meyer-Gasters für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" und deren Serie "Frankfurter Gesichter". Ob Charakterstudie oder Aquarell: Seine Arbeiten zeugen von dem sensiblen, analytischen Blick und der Fähigkeit des Künstlers, das Besondere und Individuelle seiner Motive zu erkennen.

Morgen können die Ahrensburger beim Vergolden zusehen.

Der Vergolder Thomas Synnatschke lebt und arbeitet in Hamburg. Er wird morgen ab 16 Uhr in der Ahrensburger Galerie den Besuchern die Kunst des Vergoldens zeigen.

Gold- und Silberarbeiten von Goldschmiedin Antje Heuermann Kramer (43) finden sich dauerhaft im Schmuckangebot der Galerie. Erstmals zeigt die Ahrensburgerin eine ganze Kollektion. Die gelernte Erzieherin sattelte mit Ende Zwanzig um, ging für die Ausbildung zur Goldschmiedin sogar nach Brunsbüttel. Ihre Gesellenprüfung machte sie vor zehn Jahren in Hamburg.

Nach einer Kinderpause ist die Mutter dreier Söhne seit zwei Jahren wieder im Beruf. In ihrer Werkstatt entsteht Gold- und Silberschmuck, der durch die Kombination von schlichten Formen und verspielten Elementen besticht. So lötet sie beispielsweise zu Schnecken geformte Goldfäden auf breite Silberringe auf.

Die Ausstellung "Werke im goldenen Rahmen" ist bis zum 3. Juni zu sehen.

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