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GAG weist Gaspreis-Kritik zurück

"Wir liefern kein Öl, wir liefern Gas. Und wenn der Ölpreis um 20 Prozent sinkt, heißt das nicht, dass auch unsere Tarife um 20 Prozent sinken können", sagt Markus Last, Leiter des Kundenzentrums der Gasversorgung Ahrensburg (GAG).

Ahrensburg - "Wir liefern kein Öl, wir liefern Gas. Und wenn der Ölpreis um 20 Prozent sinkt, heißt das nicht, dass auch unsere Tarife um 20 Prozent sinken können", sagt Markus Last, Leiter des Kundenzentrums der Gasversorgung Ahrensburg (GAG). Mit der Preissenkung um 15 Prozent zum 1. März sei die GAG bereits an ihre Grenzen gegangen. Last: "Wir geben nicht einmal die Bezugskosten in voller Höhe weiter."

Die GAG reagiert damit auf das Ergebnis einer Studie, die von der Bundestagsfraktion der Grünen in Auftrag gegeben worden war. Danach sinken die Gaspreise angesichts des rasanten Ölpreisverfalls viel zu langsam. "Wir haben mit unserem Lieferanten einen festen Grundpreis. Das heißt, nur ein Teil des Preises ist variabel und kann den Preisen auf dem Ölmarkt angepasst werden", sagt Last. Sollte die Entwicklung anhalten, werde die GAG aber die Tarife zum Herbst erneut senken.

Die Nord Stadtwerke, zu denen auch die Vereinigten Stadtwerke Bad Oldesloe gehören, wollen den Rückgang beim Erdgasgroßhandelspreis dazu nutzen, erneut günstige Mengen zu beschaffen und günstigere Angebote für Kunden zu schaffen. Die jetzigen Preise der Nord Stadtwerke würden bereits tiefer liegen als die Tarife der großen Grundversorger. Die große Herausforderung sei dabei, durch permanente Marktbeobachtung den günstigsten Zeitpunkt für den Einkauf herauszufinden. (M.T.)