Stormarn

Stellauer kämpfen für ihre Sackgasse

Beirat des Barsbütteler Ortsteils berät morgen über Öffnung der Straße. Protestbrief an Bürgermeister Schreitmüller

Stellau. Bürger im Barsbütteler Ortsteil Stellau wehren sich gegen die geplante Öffnung ihrer Sackgasse, über die morgen um 19 Uhr im Ortsbeirat gesprochen wird. Sie haben deshalb Bürgermeister Thomas Schreitmüller, dem Planungsausschussvorsitzenden Friedrich Wilhelm Tehge und dem Ortsbeiratsvorsitzenden Christian Ebke einen Protestbrief geschrieben.

Im Ortsbeirat steht der Entwurf des Bebauungsplans für das Raiffeisengelände südlich der Wiesenstraße auf der Tagesordnung. Die Raiffeisenbank will ihren alten Kornspeicher zum Jahresende abreißen und plant auf dem Grundstück an der Wiesenstraße ein Neubaugebiet mit zehn bis zwölf Einzel- und Doppelhäusern. Die Bankfiliale soll erhalten bleiben. Die Gemeinde will die angrenzende Sackgasse Am Dorfplatz zur Wiesenstraße hin öffnen. Dagegen laufen nun die Anwohner Sturm. "Die Straße bräuchte gar nicht geöffnet zu werden, weil das Neubaugebiet eine direkte Anbindung an die Stellauer Hauptstrasse hat", sagt Achim Malitte, Sprecher der "Bürgerinitiative Sackgasse Am Dorfplatz". Kerstin Baumann lebt mit ihrer Familie seit 2006 in Stellau. Das Haus an der Straße Am Dorfplatz erwarb die kaufmännische Angestellte damals, weil es dort so grün und ruhig war. "Das hat schon Spielstraßencharakter", sagt die 34-jährige, die ihren Sohn Luke bisher hier beruhigt spielen lassen konnte. Jetzt habe sie Angst vor dem Durchgangsverkehr: "Das ist doch der Schulweg der Kinder."

Astrid und Jozsef Domokos haben keine Kinder. Aber ihre Nichten kommen regelmäßig auf Wochenendbesuch. "Wir haben den Platz 1993 ausgewählt wegen der ruhigen Sackgasse. Es wäre traurig, wenn hier geöffnet würde", sagt die 50 Jahre alte Stellauerin. Dazu wird es eventuell nicht kommen. Bauamtsleiterin Rita Dux sagt: "Wir werden das abpollern. Aber so, dass im Notfall geöffnet werden kann."