Wettbewerb

Jeder zehnte Großhansdorfer beim Stadtradeln dabei

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Fahrradfreundlich: Großhansdorf hat an seinen U-Bahnhöfen Radparkhäuser aufgestellt.

Fahrradfreundlich: Großhansdorf hat an seinen U-Bahnhöfen Radparkhäuser aufgestellt.

Foto: Harald Klix

Waldgemeinde hat die dritthöchste Teilnehmerquote in der Metropolregion Hamburg. Ganz vorn liegt ein kleines Dorf.

Großhansdorf.  Bei der Stadtradeln-Kampagne in diesem Jahr haben in Großhansdorf besonders viele Menschen mitgemacht. Genau 968 Bürger legten innerhalb des dreiwöchigen Aktionszeitraums möglichst viele Strecken mit dem Fahrrad zurück. Das sind bei rund 9350 Einwohnern genau 10,35 Prozent. Das ist in der Metropolregion Hamburg, die von Cuxhaven im Westen bis zum Plauer See im Osten sowie von Schwarmstedt im Süden bis Fehmarn im Norden reicht, der dritthöchste Wert. Lediglich die viel kleineren Orte Bebensee (Kreis Segeberg, 15,73 Prozent von gut 650 Einwohnern) und Brokdorf (Kreis Steinburg, 12,64 Prozent von rund 1000 Einwohnern) mobilisierten mehr Bürger.

Bebensee liegt in der Statistik zum vierten Mal in Folge vorn. Brokdorf hatte sich erstmals zu der Aktion angemeldet. Insgesamt waren in der Metropolregion diesmal mehr als 65.000 Menschen aus 137 Kommunen und Kreisen beim Stadtradeln dabei. Sie legten mehr als elf Millionen Kilometer zurück und sparten damit im Vergleich zum Auto mehr als 1700 Tonnen CO2 ein. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich die Zahl der Kommunen um 15,1 Prozent und die Zahl der teilnehmenden Radfahrer um 13 Prozent.

Beim Stadtradeln sammeln die Stormarner 860.000 Kilometer

Die Samtgemeinde Sittensen aus dem niedersächsischen Landkreis Rotenburg liegt in der Kategorie Kilometer je Teilnehmer vorn. Dort machten zwar nur 53 Menschen mit, die aber fast 19.000 Kilometer schafften. Pro Teilnehmer sind das 352,2 Kilometer. Es folgen das Ostseebad Wustrow auf dem Fischland in Mecklenburg-Vorpommern (337,5 Kilometer im Schnitt bei 19 Teilnehmern) und Bad Bramstedt im Kreis Segeberg (309,7 Kilometer im Schnitt bei 30 Teilnehmern).

Ziel ist es, den Radverkehrsanteil zu steigern und Kohlendioxid-Emissionen zu vermeiden

Die Millionenstadt Hamburg steigerte sich auf fast 2,8 Millionen Kilometer, ein Plus von 27 Prozent zum Vorjahr. Der Kreis Pinneberg liegt mit rund 990.000 Kilometern bei den Kreisen vorn. Stormarn folgt in Schleswig-Holstein mit 680.000 Kilometern. Mehr als 700.000 Kilometer erreichte die Hansestadt Lübeck. In Ahrensburg schafften 1065 Teilnehmer zusammen rund 146.000 Kilometer. Kreisweit folgen Bad Oldesloe (115.000 Kilometer) und Großhansdorf (83.000).

Ziel des Stadtradeln-Wettbewerbes ist es, den Radverkehrsanteil zu steigern und Kohlendioxid-Emissionen zu vermeiden. Es geht darum, Kommunen und deren Politiker dafür zu gewinnen, sich stärker für die Belange des Radverkehrs und für eine fahrradfreundliche Stadt- und Verkehrsentwicklung einzusetzen. Weil die Metropolregion Hamburg ebenfalls eine nachhaltigere Mobilität anstrebt, unterstützt deren Facharbeitsgruppe Klimaschutz und Energie seit gut drei Jahren die Kommunen in der Region, die aktiv sind. kx

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