Linie RB 81

Noch vor S 4: Bahn baut Verbindung nach Ahrensburg aus

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Am Bahnhof Ahrensburg-Gartenholz hält ein Zug der Linie RB 81.

Am Bahnhof Ahrensburg-Gartenholz hält ein Zug der Linie RB 81.

Foto: Filip Schwen

Ab Dezember werden auf der Linie RB 81 nach Bad Oldesloe längere Züge eingesetzt. Senat nennt Details zu Umstellung auf die S-Bahn.

Ahrensburg.  Im Verkehrsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft hat der Senat Details zur Umwandlung der Regionalbahnlinie RB 81 vom Hauptbahnhof über Ahrensburg und Bargteheide nach Bad Oldesloe in die geplante neue S-Bahnlinie 4 bekanntgegeben. Ab 2029 soll die neue Verbindung die Regionalzüge auf der Strecke ersetzen.

Doch schon zuvor soll es demnach schrittweise Anpassungen geben. Bereits ab 11. Dezember stockt die Deutsche Bahn demnach die Kapazitäten auf der Verbindung aus: Statt wie bislang Fünf-Wagen-Züge sollen künftig Sechs-Wagen-Züge eingesetzt werden. Dafür sollen ältere Waggons aus anderen Teilen des Bundesgebiets zum Einsatz kommen, die zurzeit saniert werden.

Schon ab Mitte 2026 sollen S-Bahn-Züge auf Linie RB 81 verkehren

Ab Mitte 2026 sollen anstelle der Regionalzüge die neuen S-Bahnen der Baureihe ET 490 auf der Linie RB 81 verkehren, die später auch auf der Linie S 4 eingesetzt werden. Dazu soll die Infrastruktur, etwa die Einstiegshöhe an den Bahnsteigen, zunächst provisorisch an die S-Bahn-Züge angepasst werden. Die Taktung soll unverändert bleiben, allerdings rechnet die Bahn für diese Phase bereits mit erheblichen Einschränkungen im Betrieb durch die Bauarbeiten für die beiden neuen S-Bahn-Gleise, die von Hamburg-Hasselbrook bis Ahrensburg verlegt werden sollen. Zeitweise müssen Bahnreisende demnach auf einen Schienenersatzverkehr ausweichen.

Ab Dezember 2027 soll dann auch die Linienbezeichnung von RB 81 auf S 4 umgestellt und der Takt verdichtet werden: Bis Rahlstedt sollen die Züge alle 10 statt alle 15 Minuten fahren, bis Ahrensburg alle 20 Minuten statt alle halbe Stunde. Bis Bad Oldesloe sollen hingegen weiterhin nur alle 60 Minuten Züge verkehren.

Senat rechnet mit Betriebskosten von rund 431 Millionen Euro bis 2033

Die neuen Gleise bis Rahlstedt sollen bis dahin fertig sein, auf der restlichen Trasse soll die S 4 vorübergehend die bestehenden Regional- und Fernverkehrsgleise nutzen. Im Dezember 2029 soll die neue S-Bahnlinie dann voraussichtlich voll in Betrieb gehen und ausschließlich auf den neuen Gleisen fahren. Der Takt soll dann noch einmal verdichtet werden: Bis Ahrensburg ist ein Zehn-Minuten-Takt vorgesehen, bis Bargteheide ein 20-Minuten-Takt, bis Bad Oldesloe hingegen weiterhin ein 60-Minuten-Takt.

Die Linien des Regionalexpress zum Lübecker Hauptbahnhof, RE 8 und RE 80, sollen bestehen bleiben. Die Kosten für den Betrieb der heutigen Linie RB 81 und der künftigen S 4 gibt der Senat mit rund 431 Millionen Euro bis 2033 an. Die Summe wollen Hamburg und Schleswig-Holstein gemeinsam tragen. Der Verkehrsausschuss hatte beraten, weil die Bürgerschaft für die Anpassungen eine Ergänzung des Verkehrsvertrages mit der S-Bahn Hamburg beschließen muss.

( fsn )

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