Stadtentwicklung

Ahrensburger FDP kritisiert Vorgehen beim Sporthaus

Das Sporthaus soll im hinteren Bereich zwischen der Stormarnstraße und dem zweiten Fußballfeld gebaut werden.

Das Sporthaus soll im hinteren Bereich zwischen der Stormarnstraße und dem zweiten Fußballfeld gebaut werden.

Foto: Henrik Bagdassarian / HA

Wolfgang Schäfer bemängelt, dass geplante Sondersitzung abgesagt wurde. Offene Diskussion über Zukunft des Stormarnplatzes gefordert.

Ahrensburg.  In einem offenen Brief kritisiert die Ahrensburger FDP die Entscheidung des Sportausschuss-Vorsitzenden, die für kommenden Donnerstag geplante Sondersitzung zum Sporthaus auf dem Stormarnplatz abzusagen. Wie berichtet, hatte Christian Schubbert (Grüne) den Termin mit der Begründung gestrichen, dass der Bürgermeister die Aufträge für das 2,12-Millionen-Euro-Projekt vergeben wolle und damit nun doch dem politischen Beschluss folge.

Verwaltung erwartet Einschränkungen für Sportbetrieb

Zum Hintergrund: Mitte Juni hatte Michael Sarach an die Stadtverordneten appelliert, das Vorhaben noch einmal zu überdenken, weil Lärmschutzvorgaben den Sportbetrieb auf dem Stormarnplatz künftig stark einschränken könnten. Die Verwaltung beauftragte daraufhin einen Gutachter, eine konkrete Lärmabschätzung für das zentrumsnahe Areal vorzunehmen. Die Ergebnisse sollten eigentlich in der Sondersitzung des Sportausschusses vorgestellt werden.

„Der Ausschuss wird abgesagt, ohne dass die Mitglieder den Inhalt des Lärmgutachtens kennen und darüber diskutieren können“, sagt Wolfgang Schäfer, stellvertretender FDP-Fraktionschef. „Wir erfahren alles nur aus der Presse. So geht das nicht. Wir müssen doch wissen, worüber wir entscheiden.“ Die Aussagen von Michael Sarach und Bauamtsleiter Peter Kania im Abendblatt zeigten, dass die Situation nicht so lapidar sei und dass Konsequenzen drohten. So rechnet die Verwaltung etwa mit Einschränkungen für die geplante Skateranlage, wenn die Fußballfelder parallel genutzt werden.

FDP will über verschiedene Optionen diskutieren

Die FDP fordert nun, schnellstmöglich offen über die Zukunft des Stormarnplatzes zu diskutieren. „Auch wir möchten eine ,grüne Lunge’ erhalten“, sagt Schäfer. Erwägenswert seien aber die Reduzierung auf einen Rasenplatz, der Rückbau der Kunstrasenplätze, eine schnelle Realisierung des Stadtparks und ein Überdenken der Tiefgarage.

( jjd )

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