Kinderbetreuung

Ahrensburgs Politiker stimmen für Kita im Gewerbegebiet

In der Kita im Gewerbegebiet sollen Kinder in mindestens sechs Gruppen betreut werden (Symbolbild).

In der Kita im Gewerbegebiet sollen Kinder in mindestens sechs Gruppen betreut werden (Symbolbild).

Foto: Uwe Anspach / dpa

Nun sollen Interessenten gesucht werden, die die Einrichtung auf einem städtischen Grundstück bauen und betreiben wollen.

Ahrensburg.  Die Mitglieder des Ahrensburger Sozialausschusses haben sich einstimmig dafür ausgesprochen, im Gewerbegebiet Beimoor-Süd eine Kita zu errichten. Wenn die Stadtverordneten dem Votum in ihrer Sitzung am Montag, 26. April, folgen, will die Verwaltung ein öffentliches Interessenbekundungsverfahren für die Planung, den Bau, die Trägerschaft und den Betrieb der Einrichtung starten.

Stadt reagiert auf Verzögerung beim Campus-Projekt

Wie berichtet, wollte der Hamburger Verein Wabe eigentlich eine Kita auf dem geplanten Campus-Gelände eröffnen. „Der Betrieb sollte ursprünglich schon 2020 starten“, sagt Cornelia Beckmann, die zuständige Fachdienstleiterin im Rathaus. „Wabe hat das Problem, dass das Campus-Projekt momentan auf Eis liegt.“ Aktuell ist unklar, ob und wann die Bürostadt für 600 bis 700 Mitarbeiter gebaut wird. Deshalb will Ahrensburg nun ein städtisches Grundstück an der Carl-Backhaus-Straße 35 nutzen, um dringend benötigte Betreuungsplätze zu schaffen. Die Fläche soll dem ausgewählten Bewerber 40 Jahre pachtfrei zur Verfügung gestellt werden.

Die Kita soll vorrangig für Ahrensburger Kinder sein

Der Antrag der FDP, die Kita auch auswärtigen Eltern zur Verfügung zu stellen, die im Gewerbegebiet arbeiten, wurde von den anderen Fraktionen abgelehnt. „Wir befinden uns in Ahrensburg in der Situation, darum bangen zu müssen, dass alle unsere Kinder betreut werden können“, sagt Bela Randschau (SPD). Diese sollten Vorrang haben. Auch Detlef Levenhagen (CDU) sagt: „Zuerst kommen die Ahrensburger Kinder. Wenn dann noch Plätze frei sind, können wir Kinder von Mitarbeitern aus dem Gewerbegebiet aufnehmen.“

Die Kita soll mindestens sechs Gruppen bekommen und spätestens Anfang August 2023 in Betrieb gehen.

( jjd )

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