Jahresabschluss

Raiffeisenbank Südstormarn Mölln verzeichnet Rekordergebnis

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Harald Klix
Die Vorstandsmitglieder der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln, Heiko Ernst (l.) und Kai Schubert, sind zufrieden mit dem Jahresergebnis.

Die Vorstandsmitglieder der Raiffeisenbank Südstormarn Mölln, Heiko Ernst (l.) und Kai Schubert, sind zufrieden mit dem Jahresergebnis.

Foto: Raiba Südstormarn Mölln

Bilanzsumme steigt im Corona-Jahr 2020 um 143 Millionen auf 900 Millionen Euro. Mitglieder erhalten fünf Prozent Dividende

Trittau. Die Raiffeisenbank Südstormarn Mölln ist im Corona-Jahr 2020 so stark gewachsen wie nie. Die Bilanzsumme stieg um 143 Millionen auf 900 Millionen Euro (plus 19 Prozent). Das Geschäftsergebnis erhöhte sich um 900.000 auf 7,0 Millionen Euro (15 Prozent). An die rund 15.800 Mitglieder wurden fünf Prozent Dividende ausgezahlt.

"Das ist unser bisher größter Schritt", sagt Vorstand Kai Schubert. Träger sei das Kreditgeschäft. Der Bestand wuchs um 33 Millionen auf 469 Millionen Euro (plus 7,6 Prozent). "Brutto entspricht das 80 bis 90 Millionen mehr, weil ja Tilgungen gegengerechnet werden müssen", so Schubert.

Sparen statt Urlaub: 17 Prozent mehr Kundeneinlagen

Auf der anderen Seite stiegen die Kundeneinlagen um 89 Millionen (knapp 17 Prozent) auf 624 Millionen Euro. "Als beim ersten Lockdown im März viele Urlaubsreisen storniert wurden, haben wir das sofort auf den Konten gemerkt", sagt der zweite Vorstand Heiko Ernst. Die Sparquote, die deutschlandweit um zehn Prozent lag, habe sich etwa verdoppelt.

Für das Geldinstitut ist das eine Herausforderung. "Bei Negativzinsen von 0,5 Prozent, die die Zentralbank verlangt, müssen wir sichere und sinnvolle Anlagealternativen finden", sagt Heiko Ernst. Das sind zunehmend Immobilien.

Geld für Neubaugrundstück in Großhansdorf ist überwiesen

So hat die Raiba am 1. Januar den Kaufpreis für die ehemalige Reha-Stätte am Eilbergweg in Großhansdorf gezahlt. Auf dem 25 Hektar großen Parkgrundstück errichtet sie mit der Hamburger Firma GenoRE Development mehrere Gebäude mit zusammen 80 Wohnungen. Baubeginn ist voraussichtlich Anfang 2023. "Unsere Kunden werden die Wohnungen bevorzugt kaufen oder mieten können", sagt Kai Schubert. Ganz in der Nähe hat die Bank zudem ein Wohn- und Geschäftshaus erworben.

Dieses Jahr baut die Raiba, die rund 150 Mitarbeiter beschäftigt, ihr digitales Angebot im Online-Banking und mit einer neuen App weiter aus. "Die Pandemie hat der Digitalisierung ordentlich Schub verliehen", sagt Heiko Ernst. Das Interesse der Kunden am Servicecenter sei stark gestiegen. "Videokonferenzen und gestreamte Veranstaltungen sind gute Ergänzungen, werden aber das persönliche Gespräch nicht ersetzen", so Ernst. Die neun Filialen (in Stormarn Ahrensburg, Barsbüttel, Großhansdorf, Oststeinbek, Trittau) seien auch in Zukunft "bedeutende Standorte".

Erträge aus Gewinnsparen unterstützen 52 regionale Projekte

Mit Erträgen aus dem Gewinnsparen hat die Raiffeisenbank Südstormarn Mölln im Vorjahr 52 gemeinnützige Projekte in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern (Geschäftsstellen gibt es auch in Zarrentin und Wittenburg) unterstützt. „Insgesamt haben wir eine Spendensumme von 66.000 Euro an die Vereine und gemeinnützigen Institutionen in der Region ausgezahlt", sagt Ernst. Mitfinanziert wurden Mobiliar für Klassenräume, Sportbekleidung, ein Defibrillator sowie die Neugestaltung eines Jugendraums.

Unter dem Motto "Viele schaffen mehr" ist geplant, eine Plattform für Crowdfunding auf der Homepage des Kreditinstitutes (www.rbsum.de) einzurichten. Diese ermöglicht gemeinnützig anerkannten Vereinen und Institutionen wie Kindergärten, Sportvereinen, Seniorenheimen oder Kinder- und Jugendeinrichtungen, ihre Projekte vorzustellen und um Spenden zu werben.

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