Frauenhandball

Angeschlagener Buxtehuder SV sehnt die EM-Pause herbei

Die Enttäuschung nach der 15:34-Niederlage gegen Oltchim Valcea in der Champions-League war nicht sonderlich groß. Viele Personalsorgen.

Hamburg. Bei den Handballerinnen des Buxtehuder SV hielt sich die Enttäuschung über die 15:34-Niederlage gegen Oltchim Valcea im zweiten Champions-League-Spiel in Grenzen. „Das war die Creme de la Creme. Wir hatten nicht erwartet, dass wir diese Partie gewinnen, sondern wir wollten Spaß haben“, sagte Isabell Klein nach dem erwarteten Spielverlauf gegen Rumäniens Meister. Der Favorit auf den Titel in Europas Meisterliga war mindestens eine Nummer zu groß.

Das war am Samstag spätestens nach 15 Minuten klar. Bis dahin hatte der Bundesliga-Tabellenführer vor 1300 Zuschauern einigermaßen mithalten können mit dem mit Nationalspielerinnen gespickten Gegner. Dann aber zeigte der BSV vor allem offensiv Schwächen. Angesichts von vier verletzten Stammkräften und von zwei weiteren grippegeschwächten Spielerinnen hatte Trainer Dirk Leun aber wenig Anlass zur Kritik. Vielmehr sehnt er angesichts der BSV-Personalnot die EM-Pause herbei.

„Schön wäre es, wenn wir keine Spielerin abstellen. Bei Stefanie Melbeck habe ich schon Bauchschmerzen, wenn ich sehe, was für einen Umfang die zurzeit absolvieren muss“, sagte der Coach. Wegen der angespannten Personallage sieht er sein in der Liga noch unbesiegtes Team am Mittwoch beim Thüringer HC (3.) auch in der Außenseiterrolle, „obwohl es der Tabelle nach natürlich ein Topspiel ist“.

Sein Blick richtet sich auf den 31. Oktober, wenn man im DHB-Pokal bei Borussia Dortmund antreten muss. „Das ist die wichtigste Partie für uns vor der EM. Da wollen wir eine Runde weiterkommen“, so Leun, der am Samstag froh war, keine weitere Verletzte beklagen zu müssen.