Erhan Albayrak kehrt zurück zum FC Süderelbe

Früherer Bundesligaprofi und Jugendnationalspieler beendet Karriere bei seinem Heimatklub

Neugraben-Fischbek. "Es ist für mich eine Herzensangelegenheit, meine Karriere bei meinem Heimatverein zu beenden", sagte Erhan Albayrak, 35, der in der neuen Fußball-Saison für den FC Süderelbe in der Hansa-Staffel der Landesliga Hamburg spielt. Albayrak, der unter anderem für Werder Bremen, Fenerbahce Istanbul und die türkischen U21- und U18-Nationalteams kickte, ist neben Klaus Ulbricht, Lothar Dittmer, Marinus Bester und Kreso Kovacec einer von fünf Fußballern, die via FC Süderelbe Bundesligaprofis wurden.

Bis zur C-Jugend hatte der gebürtige Fischbeker Albayrak für Süderelbe gespielt, ehe er mit etwa 13 Jahren zum Nachwuchs des Hamburger SV wechselte. Von der HSV-B-Jugend ging es zur A-Jugend Werder Bremens. Für Werder bestritt Albayrak mit 18 Jahren seinen ersten Bundesliga-Einsatz am 1. Spieltag der Saison 1995/96 gegen Fortuna Düsseldorf, wurde im Uefa-Pokal gegen Glenovan Belfast für Mario Basler eingewechselt. Seine folgenden Profi-Stationen waren Kocaelispor, Gaziantepspor, Arminia Bielefeld, Fenerbahce, Ankaragücü, Konyaspor, Caykur Rizespor, Ankaraspor und Konyaspor.

Im Anschluss an seine Profilaufbahn, von 2010 an, kickte Albayrak für KFC Uerdingen 05, Turu Düsseldorf, Türkischer SV Wiesbaden und FC Sylt. Zum Abschluss der Vorsaison coachte Albayrak den KFC Uerdingen, verpasste aber knapp den Aufstieg. "Wenn wir die Regionalliga erreicht hätten, wäre ich geblieben", sagte Albayrak, der gerade dabei ist in Antalya/Türkei seine B-Lizenz zu erwerben.

In seine Heimat südlich der Elbe ging es auch deswegen zurück, weil Albayraks Eltern inzwischen Rentner sind, sich meist in der Türkei aufhalten. So stand das Haus in Heimfeld leer, wird jetzt von Erhan Albayrak bewohnt. Durch seinen früheren Mitspieler in der Süderelbe-Jugend, René Wroblewsky, kam der Kontakt zum Ex-Verein zustande. Ein großes Hallo gab es, als Albayrak seinem früheren Jugendtrainer Harald Hinsch begegnete. Beinahe wäre der Linksfuß zum Süderelbe-Lokalrivalen FTSV Altenwerder gewechselt, entschied sich aber letztlich für seinen Heimatklub. Fürs FCS-Team soll der frühere Stürmer und Mittelfeldspieler in der Zentrale agieren, traf beim 4:0-Testspielsieg gegen VfL Maschen zum 1:0, musste aber beim 9:0 gegen Grün-Weiss Harburg zur Pause wegen zerrissenen Schuhwerks passen.