Auch Sturm kann Jana Burkard nicht vom Erfolgsweg abbringen

18-Jährige gewinnt Freiwasserschwimmen in Glücksburg

Neugraben. "Diesmal will ich die Gesamtwertung gewinnen", hatte sich die 18 Jahre alte Jana Burkard von der Hausbruch-Neugrabener-Turnerschaft (HNT) ein hohes Ziel für ihren dritten Start beim 13. Fördecrossing gesetzt. Nicht zu hoch, denn die Aktive der SGS Hamburg entschied das drei Kilometer lange Freiwasserschwimmen von Dänemark nach Glücksburg als schnellste Frau für sich. Alle 450 Startplätze für das traditionsreiche Open-Water-Großereignis waren innerhalb weniger Stunden ausgebucht. Das liegt am besonderen Charme: Die Schwimmer werden in Schlauch-, Sport- und Segelbooten zunächst über die Förde gefahren und auf einer dänischen Sandbank abgesetzt. Von dort geht es an zwei vorgelagerten Inseln vorbei über die Förde zurück zum Glücksburger Strand.

Diesmal setzten kurz nach dem Start heftige Regengüsse mit starken Windböen ein, die die Förde zu reichlich Wellengang auftürmten. Die aufgewühlte See und der Regen hielten zwar die Quallen in Grenzen, machten aber die Orientierung sehr schwierig. Eine der Bojen hielt dem Wind und der Strömung nicht stand und locke Jana Burkard auf eine falsche Fährte. Trotz des Umwegs kam sie als schnellste Frau hinter vier Männern ins Ziel. Ihre 38:10 Minuten sind die fünftschnellste Zeit, die in den letzten 13 Jahren in der Damenklasse geschwommen wurde.

Auch Burkards Vereinskameradin Linda Dalladas (ebenfalls 18) verbesserte sich beim zweiten Fördecross-Start um mehr als vier Minuten auf 39:50 Minuten. Sie erreichte den zweiten Rang in der Jugendklasse und wurde Frauen-Gesamtdritte. In der Mixed-Teamwertung holten sich die beiden HNT-Schwimmerinnen als "Kraulquappen" zusammen mit Vorjahressiegerin Marit Breitfeld (35/Harburger SC), diesmal Zweite in 39:31 Minuten, Karsten Sasse (33/SG HT 16) und Lars Böhm (36/SG Hamburg-West) den Sieg. Das Quintett nahm als Siegprämie eine Kiste "Flens" und für einen neuen Mixed-Rekord einen weiteren Pokal entgegen.