Im Harburg-Pokal steigt die Runde der besten 16

Achtelfinal-Traum von Staub und Hitze begraben

Der VfL Maschen ist nach kurzfristigem Trainerwechsel - Ex-Profi Andre Golke für Rainer Beth - ebenso ausgeschieden wie der TVV Neu Wulmstorf und der TuS Fleestedt.

Harburg. Für einige Fußballer aus dem Kreis Harburg erwiesen sich die Grandplätze beim Harburg-Pokal als staubige Stolperfalle. Die "Ehre" der Niedersachsen retteten Bezirksoberliga-Aufsteiger MTV Moisburg und Absteiger VfL Jesteburg, die sich für die heutigen Achtelfinalspiele qualifizierten. Dies gelang dem VfL Maschen, Absteiger aus der Oberliga Niedersachsen, nicht. Bei den "historischen" Partien in Neuland - erstmals wurde am Neuländer Elbdeich gespielt - gab es nach zwei Remis und zwei Niederlagen ein tröstliches 2:1 zum Abschuss gegen TuS Fleestedt.

In Maschen hatte es zuvor einen überraschenden Trainerwechsel gegeben. Rainer Beth hatte nur wenige Übungseinheiten geleitet, musste seinen Job aus privaten und beruflichen Gründen wieder zur Verfügung stellen, ehe er ihn überhaupt richtig angetreten hatte. "Das müssen wir akzeptieren", sagte der kommissarische Vorsitzende und Herrenobmann Horst Stender, der zurzeit auf Kreta im Urlaub weilt.

Nicht einmal fünf Sekunden habe Andre Golke überlegt, als er gefragt wurde, ob er übernehmen wolle. Der ehemalige Erstliga-Profi des FC St. Pauli, VfB Stuttgart und 1. FC Nürnberg (37 Tore in 194 Spielen) und Maschener musste allerdings mit einer Rumpfmannschaft in Neuland antreten. Im Tor stand "No-Name-Keeper" Alexander Uhrmacher, als Ersatztorwart war Co-Trainer Peter Heinrich auf dem Spielberichtsbogen vermerkt. Wenigstens war mit Paul Deron (von Oberligist Bergedorf 85) ein weiterer hochkarätiger Neuzugang mit von der Partie.

Dass es in Neuland mehr staubte als anderswo, lag daran, dass dort der Platz aus technischen Gründen zwischen den Spielen nicht mehr mit Wasser besprengt werden konnte. Besonders lange ließ das erste Harburg-Pokal-Tor in Neuland auf sich warten. Nach zwei torlosen Spielen hatte Matthias Nehls vom Spielausschuss schon gebangt, dass alle Spiele 0:0 ausgehen könnten. Doch in der 19. Minute der dritten Partie traf Yasin Tauscher zum 1:0-Sieg gegen Viktoria Harburg.

"Somit fiel das erste Harburg-Pokal-Tor in Neuland erst nach insgesamt 59 Minuten", sagte Ausschuss-Mitglied Ingo Brussolo, der sich über genau 200 Zuschauer auf dem Neuländer Sportplatz freute (auf allen vier Plätzen kamen zusammen 773 Besucher). Neben Brussolo und Nehls saß Matthias Schulz vom Gastgeberklub und gab die Ergebnisse von allen vier Plätzen zeitnah auf der Homepage www.harburg-pokal.com ein. "Die Spiele waren noch nicht zu Ende und wir hatten schon Tabellen und Achtelfinal-Paarungen im Internet", so Brussolo.

Kurios gestaltete sich die Situation für Gastgeber Neuland im letzten Spiel gegen Grün-Weiss Harburg. Bei einem Sieg und bei einer Niederlage hätte Neuland auch im Achtelfinale ein Heimspiel gehabt. Spekulationen, dass die TSV-Kicker absichtlich verlieren könnten, trat Trainer Thomas Rabe entgegen: "So etwas machen wir nicht". Abwehrspieler Dennis Förtsch ließ mit einer Rettungsaktion in letzter Sekunde gegen drei Grün-Weiss-Angreifer den Trainer-Worten die entscheidende Tat folgen.

Doch nach dem 0:0 muss Neuland heute, 18.30 Uhr, am Lichtenauerweg gegen Altenwerder antreten. In Neuland spielen dürfen heute der Gruppendritte Grün-Weiss (19.30 Uhr, gegen Vorjahressieger TV Meckelfeld) und Sieger SV Rönneburg (18.30 Uhr, gegen Harburger TB). Bei Rönneburg überzeugte vor allem Sven Bendt mit vier herrlichen Toren.