"Standort ist zu weit im Norden"

Weiter Streit um den Neubau der Feuerwehrhäuser in Apensen . Heute Abend tagt der Ausschuss

Apensen. Eine der kostspieligsten Investitionen der letzten Jahre steht heute im Apenser Rathaus auf der Tagesordnung. Dabei geht es um den geplanten Neubau der drei Feuerwehrhäuser der Samtgemeinde, den die Verwaltung bisher mit bis zu 3,3 Millionen Euro veranschlagt hat. Weil es den Abgeordneten der Grünen-Fraktion als zu teuer galt, hatten die Politiker der Fraktion massiv Widerspruch gegen das Vorhaben erhoben. Im Januar hatte schließlich ein Gutachten der Feuerwehrunfallkasse gravierende Mängel an den drei bestehenden Gebäuden festgestellt. Seitdem gibt es keinen grundsätzlichen Widerspruch mehr gegen die Neubauten, wohl aber gegen die Standorte, die nach der bisherigen Planung vorgesehen sind.

Demnach soll die Apenser Feuerwehr ein neues Gebäude an der Neukloster Straße, in der Nähe des Neubaugebietes "Beim Butterberge" und des Gewerbegebietes im Norden der Gemeinde, bekommen. Die Beckdorfer Feuerwehr und die Sauensieker Feuerwehr bekommen ebenfalls neue Gebäude. Bisher ist nur die Apenser Feuerwehr eine sogenannte Stützpunktwehr, die deshalb besser ausgerüstet ist. In Zukunft soll Sauensiek ebenfalls zu einer Stützpunktwehr ausgebaut werden.

Der Grünen-Abgeordnete Dieter Kröger hält insbesondere den neuen Platz für die Apenser Feuerwehr für ungeeignet. "Meiner Meinung nach liegt dieses Grundstück viel zu weit im Norden der Gemeinde. Es wäre besser, noch einen Standort im Süden Apensens zu suchen."

Der Hintergrund dieser Argumentation: Laut Dieter Kröger haben sowohl die Apenser Wehr, als auch die Beckdorfer Feuerwehr an manchen Tageszeiten Probleme, die Fahrzeuge zu besetzen. Um Sicherheitsprobleme zu vermeiden, müssten diese beiden Wehren nach Meinung Krögers in Zukunft stärker zusammenarbeiten. Das wäre laut Kröger nur dann möglich, wenn die Stützpunktwehr ein Gebäude im Süden Apensens und damit näher an Beckdorf bekommt.

Dass Kröger sich mit diesem Ansinnen noch durchsetzt, ist allerdings mehr als fraglich. Denn die anderen Fraktionen im Samtgemeinderat, CDU und SPD, stehen fest zu der bisherigen Planung. Einer der Gründe dafür ist, dass eine stärkere Zusammenarbeit oder gar eine Fusion der Wehren Apensen und Beckdorf auf starke Widerstände bei den Feuerwehrleuten stößt. "Die Wehren würden in Zukunft erst recht Nachwuchsprobleme bekommen, wenn sie keine eigenen Feuerwehrhäuser mehr hätten", sagt Friedrich Dammann, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Samtgemeinderat. Für das Grundstück im Norden Apensens spricht laut Dammann auch der Sicherheitsaspekt: "Die Wehr liegt in der Nähe des Gewerbegebietes. Und das ist auch gut so, denn dort gibt es die größte Brandgefahr." Diesem Argument schließt sich auch der SPD-Samtgemeinderatsvorsitzende Siegfried Stresow an, der auch der Beckdorfer Bürgermeister ist. "Der Standort steht für die SPD-Fraktion fest", sagt Stresow.

Wenn der Ausschuss, der von 19 Uhr an in öffentlicher Sitzung im Rathaus an der Buxtehuder Straße 27 tagt, eine Empfehlung gibt, muss noch der Samtgemeinderat entscheiden. Dieser tagt am 5. Oktober.