Die EVB muss sich der Konkurrenz stellen

Der Nutzungsvertrag für die Bahntrasse von Buxtehude nach Bremerhaven läuft aus

Buxtehude/Bremerhaven. Das Bundesland Niedersachsen hat die Eisenbahnstrecke Buxtehude-Bremerhaven neu ausgeschrieben. Bereits im Dezember könnte das Schienennetz, auf dem bisher die Waggons der EVB fahren, von einem Konkurrenzunternehmen bedient werden. Doch die EVB bleibt optimistisch: "Wir werden uns natürlich auch bewerben und sind zuversichtlich, dass wir die Ausschreibung gewinnen können", sagt EVB-Pressesprecher Eckhard Spliethoff. Das Unternehmen habe großes Interesse an der Weiterführung des Personenverkehrs zwischen Buxtehude und Bremerhaven, so Spliethoff weiter.

Dass es bei den Bewerbungen Konkurrenz geben werde, darüber sei sich das Unternehmen bewusst. Darunter womöglich die finanzkräftige Deutsche Bahn und die Nordwestbahn, die bisher die Nahverkehrnetze im Bremer Umland befährt. Leider, so Spliethoff, würde bei der Vergabe der Strecke letztendlich auf das das Geld geschaut und nicht auf die jahrelange Erfahrung, die ein Unternehmen auf der Strecke gesammelt hat. "Wir werden uns nicht finanziell querlegen, um die Strecke zu behalten", so Spliethoff.

Unangetastet von der Neuausschreibung bleibt das Eigentumsrecht der EVB am Schienenweg. Auch die Fahrten des Moorexpress von Bremen über das Teufelsmoor nach Stade werden weiterhin von der EVB angeboten.

Mit dem Fall des Eisenbahnmonopols bemüht sich das Land Niedersachsen mit Hilfe von öffentlichen Ausschreibungen um mehr Konkurrenz im Nahverkehr. Der Nutzungsvertrag, der im Fall des Schienennetzes Buxtehude-Bremerhaven ausgeschrieben wurde, wäre auf zehn Jahre beschränkt. "In der Branche kann man heute leider nicht mehr für die Ewigkeit planen", so der EVB-Sprecher.