Jorker müssen nun 16 Kilometer Umweg fahren

Bauarbeiten im Ortskern dauern bis September. Der Schleichweg ist bald dicht

Jork. Am 6. August beginnt die Schule wieder, und das Verkehrschaos in Jork wird erneut zur Nervenprobe. Weil die Bauarbeiten an der Querungshilfe im Ortskern, unweit vom Kreisverkehr, noch nicht abgeschlossen sind, will die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr die Landesstraße 140 für weitere vier Wochen sperren, nämlich bis 4. September, so der zuständige Sachbearbeiter Markus Staebner.

Jorks Bürgermeister Rolf Lühmann ist sauer und spricht dabei den Jorkern aus dem Herzen. Zwar umfuhren die Einheimischen in den vergangenen Wochen den etwa 200 Meter langen Baustellenbereich an Jorks Hauptverkehrsader, aber zum Schulanfang soll der Schleichweg zwischen Osterminnerweg und Schützenhofweg wieder dichtgemacht werden.

"Hier fahren die Kinder mit ihren Rädern zur Schule oder sind zu Fuß unterwegs, deshalb kommt am Mittwochabend der Poller wieder an Ort und Stelle", sagt Bürgermeister Lühmann. Es sei zu gefährlich, auch die Autofahrer dort noch fahren zu lassen, so Lühmann. Da die einzige Ausweichmöglichkeit für die Autofahrer einen Umweg von etwa 16 Kilometern über Dammhausen/Königreich erfordert, beantragte die Gemeinde Jork, die Ortsdurchfahrt L 140 wenigstens einspurig zu öffnen. Dies jedoch lehnte die Straßenbaubehörde bislang ab.