Friedenspreis für Schüler geht an das Gymnasium in Harsefeld

Harsefeld. 13 Schüler des Gymnasiums Harsefeld haben gewonnen. Bei der Verleihung des Schülerfriedenspreises 2011 wurden sie für ihre Filmdokumentation "Sandbostel - Vom Leiden und Sterben sowjetischer Kriegsgefangener" mit einem von zwei ersten Preisen ausgezeichnet. Gestern fuhr eine Delegation des Gymnasiums zur offiziellen Preisvergabe nach Hannover und nahm die Urkunde des mit 800 Euro dotierten Preises entgegen.

"Diese Auszeichnung ist für uns eine große Ehre", sagt Schulleiter Johann Book, "vor allem, weil wir so eine junge Schule sind und unsere Arbeit dadurch gewürdigt wird." Auch Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) sagte bei der Preisverleihung, es sei erfreulich, dass die Erinnerungsarbeit und die kritische Auseinandersetzung mit Extremismus oder Diskriminierung an den Schulen so eine große Rolle spiele.

Der ausgezeichnete 45-minütige Film mit Zeitzeugenaussagen über das Krieggefangenenlager Sandbostel im Landkreis Rotenburg wurde im vergangenen Jahr von Schülern der 10. Klassen produziert. In Kooperation mit der Stiftung Sandbostel und dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge arbeiteten sie unterrichtsbegleitend an der Dokumentation.

Neben dem Gymnasium Harsefeld wurden fünf weitere Schulen in Niedersachsen mit dem Schülerfriedenspreis 2011 geehrt. Der Preis wird seit 1993 jährlich vergeben und soll beispielsweise der Förderung der Integration von Zuwanderern, der Gewalt- und Extremismusprävention sowie dem Abbau von Vorurteile dienen.