Lokalpolitik

Gleichstellung: SPD setzt auf bezahlten Job

Buxtehudes Gleichstellungsbeauftragte Uschi Reinke hat noch zwei Jahre, bis sie in den Ruhestand geht. Die SPD pocht aber schon jetzt darauf, bei der Stadt weiterhin eine hauptamtlich angestellte Gleichstellungsbeauftragte zu beschäftigen.

Buxtehude. Die Stelle dürfe künftigen Sparmaßnahmen nicht zum Opfer fallen, sagt Harald Stechmann, der Vorsitzende des Buxtehuder Ortsvereins der SPD. "Eine hauptberufliche Gleichstellungsbeauftragte bleibt für die SPD unverzichtbar."

Zwar schreibt die niedersächsische Gemeindeordnung seit 1993 vor, dass Landkreise, Städte und Gemeinden, die mehr als 20 000 Einwohner haben, eine Frauenbeauftragte einstellen müssen. Aber seit 2005 können auch Ehrenamtliche das Amt wahrnehmen. Das hatte die CDU/FDP-Landesregierung beschlossen. Damit entscheiden nun die Ratsvertreter, ob sie ehren- oder hauptamtliche Mitarbeiter mit Gleichstellungsaufgaben betrauen.

Uschi Reinke, die seit 1988 als Gleichstellungsbeauftragte bei der Stadt Buxtehude beschäftigt ist, sagt: "Gleichstellung ist eine Querschnittsaufgabe, die nicht ehren- oder nebenamtlich erledigt werden kann." Zum Aufgabenspektrum gehöre Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Kinderbetreuung und Integration ausländischer Frauen sowie Hilfe bei häuslicher und sexueller Gewalt.