Bundestagswahl

Panne: Bei der FDP fiel der Fernseher aus

17.45 Uhr am Wahlabend: Nichts klappte bei der FDP im "Schraders". Auf dem Bildschirm war nur Schnee zu sehen. Der Receiver gab kein Signal.

Kandidat Serkan Tören versuchte, gelassen zu bleiben. "Wenn der Fernseher nicht funktioniert, dann nehmen wir halt den Laptop", sagte der FDP-Mann. Um 17.50 Uhr nahm er das Problem selbst in die Hand und wechselte auf den Laptop. Um 18.05 Uhr lief dann auch der Fernseher endlich wieder.

Als klar war, dass die Mehrheit von CDU und FDP stand, fiel die Spannung von Martina Krogmann ab. "Wo ist mein Wein?", rief sie ausgelassen in die Runde in der "Scheune". Darauf ein grauhaariger CDU-Anhänger: "Du hast doch gar keinen gehabt." Im Stader Kreishaus gestand die frisch gewählte CDU-Bundestagsabgeordnete Landrat Michael Roesberg später ganz offen: "Ich hätte nicht gedacht, dass es für schwarz-gelb reicht."

Die Parteien hatten bei der Essenswahl offenbar den richtigen Riecher: Während die CDU in der "Scheune" ein reichhaltiges Buffet auftischte, geizte die SPD in ihrer Stader Zentrale: Dort standen Chips und Kekse auf den Tischen.

In der Stunde der Not hilft Schwarz auch mal Rot: Der Stader CDU-Ratsherr Karsten Behr tröstete seine SPD-Kollegin Monika Ziebarth. Er strich ihr über die Wange und sagte dann leise zu ihr: "Tut mir leid. Alles wird gut."