Altländer Bimmelbahn

Bahnhofstraße: Geschäfte kritisieren Altstadtverein

Vor dem verkaufsoffenen Sonntag am 20. September üben Geschäftsleute an der Buxtehuder Bahnhofstraße Kritik an dem Plan, die Altländer Bimmelbahn einzusetzen. Die Einzelhändler befürchten, dass die Kunden ihre Läden beim Shoppen aussparen.

Buxtehude. Denn Bahnreisende, die den Bauernmarkt besuchen und am verkaufsoffenen Sonntag Einkaufen gehen wollen, werden mit der Altländer Bimmelbahn in die Altstadt gebracht (das Abendblatt berichtete). Das hat der Altstadtverein initiiert. Haltestellen auf der Bahnhofstraße sind nicht eingerichtet. Allerdings kann die Bahn auf Zuruf halten.

Zwar begrüßt Cordula Hein, Inhaberin des Teeladens "et ce Tee ra", die Idee grundsätzlich. "Aber ich hätte mir gewünscht, dass der Altstadtverein uns etwas in die Planung eingebunden hätte", sagt Hein. "Auch wenn wir nicht Mitglied des Altstadtvereins sind." In die gleiche Kerbe schlägt Angelika Rochow, Inhaberin des Geschenkartikelladens "Jojo": "Wir an der Bahnhofstraße sind immer außen vor."

Peter Schmidt, Vorsitzender des Altstadtvereins, weist die Kritik entschieden zurück. Die Geschäftsleute könnten nicht erwarten, dass andere kostenlos ihre Arbeit machten. Es spreche nichts dagegen, dass die Bimmelbahn auf ihrer Fahrt Stopps einlege. Aber dafür sollten die Geschäftsleute selbst sorgen. "Wer erfolgreich sein will, muss sich auch kümmern." Grundsätzlich vertrete der Altstadtverein die gesamte Stadt kaufmännisch. Aber Schmidt warb dafür, dem Verein beizutreten. "Das ist schon sinnvoll."

Mindestens 120 Euro koste der Beitrag und richte sich nach der Größe des Unternehmens. Persönlich würde Schmidt sich freuen, wenn sich die Geschäfte an der Bahnhofstraße zusammenschließen und "kräftig Alarm machen" würden. Aber am Sonntag beteiligten sich nur wenige Geschäfte aus der Straße.

Im Übrigen dürfe ein verkaufsoffener Sonntag hinsichtlich der Umsatzzahlen nicht überbewertet werden, betont Schmidt. "Abgesehen von wenigen Ausnahmen sind die Einnahmen nicht so hoch wie viele es erwarten." Es handele sich vielmehr um eine Werbeveranstaltung für die Stadt.