Keine Mehrheit für "Scooping"

Hochwasserschutz: Planung gerät ins Stocken

SPD-Ratsmitglied Horst Subei ist mit seinem Vorstoß, den Hochwasserschutz in Buxtehude voranzubringen, gescheitert. Sein Plan, das langwierige Verfahren mit einem sogenannten Scoping abzukürzen, ist nicht aufgegangen.

Buxtehude. Bei einem Scoping handelt es sich um eine Vorabstimmung mit den beteiligten Behörden und Verbänden.

Doch dafür fand sich keine Mehrheit im Betriebsausschuss. Selbst mit seinem Vorschlag, eine Delegation des Deichverbandes der II. Meile Alten Landes und der Stadtentwässerung in Buxtehude zum Landtag zu entsenden, stieß Subei auf Granit. Sogar seine Parteikollegen der SPD/FWG-Gruppe enthielten sich in der Abstimmung. "Ich stand plötzlich alleine da", sagt Subei.

Der 62-jährige Buxtehuder denkt jetzt darüber nach, die SPD-Landtagsabgeordnete Petra Tiemann für sein Anliegen zu gewinnen, um die Abläufe zu beschleunigen. "In 2002 sind wir knapp einer Hochwasserkatastrophe entkommen."

Seit Jahren schon ist der Hochwasserschutz Thema in der Stadt. Bereits im Februar hat der Deichverband der II. Meile Alten Landes einen Vorentwurf erstellt. Doch der Plan zum Hochwasserschutz hängt beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Die Behörde ist für die Finanzierung des Bauentwurfs zuständig. Bislang seien 115 000 Euro bewilligt worden, erklärt Achim Stolz, Pressesprecher des NLWKN. Weitere 115 000 Euro sollen für den Bauentwurf in 2010 fließen. Das niedersächsische Umweltministerium müsse das Geld nur noch bewilligen.