Kommentar: Rundgang in Stades Innenstadt

Opfergedenken sollte in die Unterrichtspläne

Die Liste der Opfer des Nationalsozialismus in Stade umfasst derzeit 18 Namen. Es sind nackte Fakten.

Wirklich ergreifend sind aber die Schicksale der Menschen, die den NS-Terror ertragen mussten. Daher sind die Bemühungen einiger SPD-Politikerinnen in Zusammenarbeit mit Stades Stadtarchivar Jürgen Bohmbach, die Lebensgeschichten einiger Opfer zu schildern, als absolut vorbildlich und nachahmenswert zu bezeichnen. In Kombination mit einem Rundgang durch die Stader Innenstadt zu den Orten, wo die Leidtragenden lebten, ergibt sich ein Bild, das dem ganzen Schrecken deutlich mehr Nachdruck verleiht, als es nur nackte Namen vermögen. Daher sollten Gedenk-Rundgänge durch die Stadt künftig auf dem Unterrichtsplan der Stader Schüler stehen. Die von der SPD geforderte Broschüre, die die Schicksale der bekannten Opfer schildert, würde dem Gedenken zudem noch mehr Nachhaltigkeit verleihen.