Vor- und Nachteile des Tauschhandels

Tauschkreise basieren auf der alten Idee zu einem alternativen Wirtschaftssystem. 1983 erfand Michael Linton in Kanada das erste Local Exchange...

Tauschkreise basieren auf der alten Idee zu einem alternativen Wirtschaftssystem. 1983 erfand Michael Linton in Kanada das erste Local Exchange Trading System (zu deutsch: lokales Tauschhandelssystem). Sein Ziel war die Organisation und Erweiterung der klassischen Nachbarschaftshilfe. Seit 1995 gibt es auch in Deutschland Tauschkreise. Die Mitglieder können Dienstleistungen anbieten oder andere anfragen. Sie werden in einer fiktiven Währung, wie dem Buxtetaler, gekauft oder verkauft.

Die Geschäfte in den Tauschkreisen bewegen sich in einer rechtlichen Grauzone, obschon sich die Tauschkreise auf das Prinzip der Selbstlosigkeit berufen und lokal begrenzt wirken. Betreiber können eine mögliche kommerzielle Nutzung der Mitglieder kaum kontrollieren und distanzieren sich meist von dieser Verantwortung. Zudem ist es schwer zu beurteilen, in welchen Maß die Dienstleistungen einen finanziellen Vorteil darstellen und bei der Steuer angeben werden müssen. Auch können sich die Tauschgeschäfte negativ auf die ansässige Wirtschaft auswirken. Besonders, wenn auch Maurerarbeiten, Friseurdienstleistungen oder Nachhilfeunterricht angeboten wird. Tauschkreise selbst unterstreichen ihre integrative Funktion: Arbeitslosen und Rentnern kann wieder das Gefühl geben werden, gebraucht zu werden.

( fre )

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