Kommentar

Auch die Verbraucher müssen umdenken

Auf gerechte Milchpreise warten die Milchbauern schon lange. Bekommen sie auch weiterhin nur 18 bis 22 Cent für den Liter, werden viele Betriebe schließen müssen.

Auf gerechte Milchpreise warten die Milchbauern schon lange. Bekommen sie auch weiterhin nur 18 bis 22 Cent für den Liter, werden viele Betriebe schließen müssen. Die Milchpreiserhöhung im Winter vergangenen Jahres war nur ein Tropfen auf den heißen Stein - und schnell verdampft. Die Zustimmung bei den Verbrauchern war zwar groß, doch mit dem Portemonnaie stimmten sie gegen die Preiserhöhung, ließen die Milchprodukte in den Regalen liegen. Lebensmittelhersteller änderten ihre Rezepturen, um am Rohstoff zu sparen. In Milchprodukten wie Eis und Käse finden sich zunehmend auch andere Stoffe, die die Milch ersetzen. Die Qualität der Produkte ist im freien Fall - und das nur, weil dem Verbraucher ein paar Cent mehr für Milchprodukte zu teuer sind. Die Kunden sollten umdenken. Ein bisschen mehr Geld für Milchprodukte schaden niemandem. Ein gerechter Preis kommt nicht nur Bauern zugute, sondern auch den Verbrauchern.