Energie

Stade im Visier der Umweltschützer

In Stade sind derzeit vier Kraftwerke in Planung. Neben den Bestrebungen der Dow, gemeinsam mit EnBW ein Gas-Dampf- sowie Steinkohlekraftwerk auf dem Gelände des Chemiekonzerns in Bützflether Sand zu errichten, wollen zwei weitere Energiekonzerne in Stade aktiv werden.

In Stade sind derzeit vier Kraftwerke in Planung. Neben den Bestrebungen der Dow, gemeinsam mit EnBW ein Gas-Dampf- sowie Steinkohlekraftwerk auf dem Gelände des Chemiekonzerns in Bützflether Sand zu errichten, wollen zwei weitere Energiekonzerne in Stade aktiv werden: E.on will auf dem Gelände des Atomkraftwerkes in Bassenfleth, das das Unternehmen bis 2003 betrieben hat, ein Kohlekraftwerk errichten. 1100 Megawatt Strom sollen dort produziert werden. Der Energiekonzern GDF-Suez, ehemals Electrabel, plant in Bützfleth ebenfalls ein Kohlekraftwerk mit einer Leistung von 800 Megawatt. Bereits im vergangenen Jahr stellte GDF-Suez einen Antrag beim Gewerbeaufsichtsamt Lüneburg für sein Kraftwerk. Allerdings scheiterte der Antrag bei der öffentlichen Auslegung im Dezember am Lärmschutz. Die Bürgerinitiative Bützfleth hatte Einspruch gegen die Lärmbelästigung der Anwohner erhoben. Seit Beginn der Planungen für die drei Kohlekraftwerke entlang der Elbe in Stade macht die Bützflether Initiative gemeinsam mit der Bürgerinitiative Stade - Altes Land gegen Kohlekraftwerke mobil. Auf dem gegenüberliegenden Elbufer in Schleswig-Holstein protestieren ebenfalls zwei Bürgerinitiativen gegen die Kraftwerke. (nd)