Henstedt-Ulzburg. Ein Hamburger gerät ins Schleudern, sein BMW überschlägt sich und fängt Feuer. Danach beginnt eine große Suchaktion.

Nach einem schweren Unfall auf der Autobahn 7 (Flensburg–Hamburg) in der Nacht zum Donnerstag hat die Polizei den schwer verletzten Fahrer erst nach einer längeren Suche gefunden. Die Strecke blieb für mehrere Stunden in Fahrtrichtung Süden gesperrt.

Ein 38 Jahre alter Hamburger sei mit seinem BMW kurz nach der Anschlussstelle Henstedt-Ulzburg (Kreis Segeberg) ins Schleudern geraten, nachdem bei „deutlich über 200 km/h“ der hintere rechte Reifen geplatzt war. Das Auto habe sich überschlagen, sei auf der linken Fahrbahn liegen geblieben und habe Feuer gefangen.

Unfall auf A7 – Polizei findet schwer verletzten Hamburger im Gebüsch

Da die Rettungskräfte keine Personen am Unfallort fanden, sei eine Suchaktion mit Polizisten, Hunden und einem Hubschrauber begonnen worden. Erst gegen 2.35 Uhr, zweieinhalb Stunden nach dem Unfall, sei der Hamburger schließlich zu den Einsatzkräften auf der Autobahn gekommen und habe sich als Fahrer zu erkennen gegeben.

„Was zwischen der Unfallzeit und dem Antreffen des Fahrers geschehen ist, ist derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen“, sagte Polizeisprecher Sönke Petersen. Der BMW-Fahrer wurde ins UKE gebracht. Da der Verdacht bestand, dass er unter Alkoholeinfluss stand, sei eine Blutprobe entnommen worden.

In der Folge des Unfalls kam es nach Polizeiangaben zu einem Auffahrunfall, bei dem drei Personen leicht verletzt wurden. Ein Jaguar-Fahrer habe den liegen gebliebenen BMW zu spät gesehen und sei auf den mittleren Fahrstreifen ausgewichen. Dort fuhr ein Mercedes-Transporter auf ihn auf.

Die Autobahn blieb in Fahrtrichtung Süden für fast vier Stunden voll gesperrt. Zur Schadenshöhe konnte die Polizei noch keine Angaben machen.