WOA 2022

Wacken-Festival: Tickets für 2023 restlos ausverkauft

| Lesedauer: 16 Minuten

Das Wacken-Festival 2022 ist vorbei – doch Fans blieb keine Zeit für Kummer: Die Tickets für 2023 waren in Rekordzeit verkauft.

Wacken. Das 31. Heavy-Metal-Festival mit 75.000 Besuchern im schleswig-holsteinischen Wacken ist zu Ende. Doch statt Trauer ist Vorfreude angesagt: Das Wacken-Festival 2023 ist bereits restlos ausverkauft.Während vor den Rechnern am Sonntagabend die Tickets innerhalb von fünf Stunden vergiffen waren, lief auf dem diesjährigen Festival der krönende Abschluss mit Lordi und Powerwolf.

Wacken-Rückblick 2022: In den vergangenen Tagen traten auf dem Festival unter anderen die Metal-Größen von Judas Priest, Avantasia, Dirkschneider und als Überraschungsgast Amon Amarth auf. 2020 und 2021 war das Festival wegen der Corona-Pandemie ausgefallen. Alle Highlights des Festivals in unserem Wacken-Blog.

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Wacken 2023: Innerhalb von fünf Stunden ausverkauft

Den Fans blieb gar keine Zeit, um das diesjährige Festival zu verarbeiten – geschweige denn in ein Loch der Trauer zu fallen: Wacken 2023 ist bereits restlos verkauft. Wie der Veranstalter Wacken Open Air (W:O:A) am Montag mitteilt, waren alle 80.000 Tickets innerhalb von fünf Stunden nach Start des Vorverkaufs am Sonntag um 20 Uhr vergriffen – ein neuer Rekord.

Für alle, die leer ausgegangen sind, gibt es jedoch noch Hoffnung: Laut dem Veranstalter würden einige Zahlungen ins Leere laufen, also bestehe noch die Möglichkeit, vereinzelt Tickets zu ergattern. Im nächsten Jahr findet das Wacken-Festival zum 32. Mail statt, vom 2. bis 5. August. Erstmals soll es vier Tage dauern und unter anderem soll die britische Band Iron Maiden auftreten, so berichtet die dpa.

Mehr als 83.000 Karten für Wacken-Festival verkauft

Die Veranstalter haben für das in der Nacht zum Sonntag zu Ende gegangene Heavy-Metal-Festival in Wacken deutlich mehr Karten verkauft als bislang bekannt. Auf dem Wacken Open Air (W:O:A) hätten 83 400 Fans gefeiert, teilten die Veranstalter am späten Samstagabend mit. Zuvor war stets die Zahl 75 000 genannt worden. Im Norden spielten in den vergangenen Tagen unter anderem Metal-Größen wie Judas Priest, Slipknot und Powerwolf, Amon Amarth gaben ein Überraschungskonzert. Für das Festival im kommenden Jahr (2. bis 5. August 2023) sind unter anderem bereits Iron Maiden angekündigt. Der Vorverkauf beginnt am Sonntagabend (20.00 Uhr).

Wacken-Rückreisende sorgen für Stau auf A7 und A23

Der Rückreiseverkehr aus Wacken hat am Sonntagvormittag den Verkehr auf der Autobahn 23 ins Stocken gebracht. Vor Hamburg staute es sich auf mehreren Kilometern Länge. Grund: Zwischen der Anschlussstelle Halstenbek-Krupunder und dem Autobahndreieck Hamburg-Nordwest steht derzeit nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Vor dem Elbtunnel staute sich gegen 11.30 Uhr der Verkehr auf einer Länge von sieben Kilometern zurück bis zur Anschlussstelle Pinneberg. Laut der Hamburger Verkehrsleitzentrale wächst er langsam mit einem weiteren Stau zusammen, der zurückreicht bis zur Anschlussstelle Elmshorn. Laut der Polizei Itzehoe müssen Verkehrsteilnehmer auch mit Wartezeiten an der Glückstädter Fähre rechnen.

„Es geht nur schleppend voran, aber es läuft“, hieß es aus der Verkehrsleitzentrale. Sie rechnet damit, dass sich die Lage im Lauf des Sonntags normalisiert.

Wacken: Luftgitarren-Solo in 327 Metern Höhe

Der Hamburger Musiker Johannes „Johnny“ Ritter hat 327 Meter über dem Gelände des Heavy-Metal-Festivals in Wacken im Korb eines Heißluftballons ein Luftgitarren-Solo gespielt - das nach Angaben der Organisatoren bisher höchste der Welt. Der erfolgreiche Rekordversuch fand demnach am Sonnabendmorgen kurz vor 7 Uhr statt. Ein Rekordrichter des Rekord-Instituts für Deutschland (RID) habe dies offiziell bestätigt. Das RID vermarktet sich als das deutschsprachige Pendant zum Guinnessbuch der Rekorde. Bundesweit sind etwa ein halbes Dutzend Richter unterwegs, um Bestmarken abzunehmen.

Die vorab festgelegte Mindesthöhe für den Rekord lag den Angaben zufolge bei 300 Metern. Der Versuch zum höchsten Luftgitarren-Solo der Welt habe zum ersten Mal stattgefunden. Es musste also nicht die Leistung eines Anderen überboten werden.

Als die 300 Meter erreicht waren, erklangen die ersten Töne der Musik und Johnny legte los, wie eine Sprecherin berichtete. „Es galt, in einem 60-sekündigen Solo möglichst viele spektakuläre Riffs und Moves in seine Live-Performance einzubauen.“ Die Herausforderung dabei sei gewesen, dass ein Heißluftballon in solcher Höhe auf schnelle Bewegungen reagiere.

WOA: Kölner Mundart-Band Höhner wird bejubelt

Die Kölner Mundart-Band Höhner ist am Sonnabend erstmals auf dem Heavy-Metal-Festival in Wacken aufgetreten. Die Metalheads quittierten das Konzert am Vormittag mit viel Applaus und sangen auch die Songs mit. Die Band spielte unter anderem eine Coverversion von Metallicas „Nothing else matters“ mit eigenem Text.

Sänger Patrick Lück hatte vor dem Konzert gesagt, Musik sei eine ganz eigene Sprache, die jeder verstehe. „Vor allem deshalb haben wir keine Sorge, dass das Publikum mit unserer Musik nichts anfangen könnte.“

Die Band bringt im Rheinland mit Schunklern wie „Viva Colonia“ und „Die Karawane zieht weiter“ regelmäßig Festsäle zum Kochen. Der natürliche Lebensraum der Höhner sind Karnevalsbühnen mit buntem Konfetti-Regen. In Wacken ist die dominierende Farbe hingegen in der Regel Schwarz. Allerdings sind auf dem Festival in den vergangenen Jahren auch immer wieder Musiker außerhalb der Heavy-Metal-Szene aufgetreten, etwa Heino.

Wacken-Mitbegründer: „Das Blut kommt zurück in die Adern“

Einer der Mitbegründer des Heavy-Metal-Festivals im schleswig-holsteinischen Wacken (W:O:A, bis 6. August) hat sich beeindruckt gezeigt von der Stimmung bei den ersten Konzerten. „Wir sind total trockengelegt gewesen“, sagte Thomas Jensen am Freitag. „Das Blut kommt irgendwie zurück in die Adern und es ist eigentlich egal, welche Band spielt.“

Der Mitveranstalter des 2020 und 2021 wegen der Corona-Pandemie ausgefallenen Wacken Open Air räumte jedoch Startschwierigkeiten ein. Anfangs habe es am Mittwoch etwas Stau gegen, nach zwei Jahren Pause habe es im Team „ein bisschen geruckt und an der Band-Ausgabe waren wir auch ein bisschen zu langsam“, sagte Jensen. Dafür wolle man um Entschuldigung bitten.

Die Eröffnung des sogenannten Infields, dem Bereich vor den Hauptbühnen, sei sehr emotional gewesen. Die offiziell 75 000 Festivalbesucher zahlen in diesem Jahr ihre Speisen und Getränke auf dem Gelände bargeldlos.

Wacken: Slipknot und In Extremo spielen am Freitag

Mit Konzerten von In Extremo, Slipknot und anderen Musikern geht am Freitag das Heavy-Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken (W:O:A, bis 6. August) weiter. Am Donnerstag war das Wacken Open Air erstmals seit 2019 offiziell wieder gestartet.

Die Polizeidirektion Itzehoe sprach am Freitag von einem "überaus friedlichen Start" des Festivals. Es sei lediglich zu kleineren Vorfällen gekommen. Unter anderem sei am frühen Freitagmorgen ein betrunkener Festival-Besucher "gewaltsam" in einen Bierstand eingestiegen.

Mitarbeiter der Security fanden ihn liegend auf. Der 30-Jährige aus dem Sauerland gab an, Bier und Energy-Drinks konsumiert zu haben, ein Atemalkoholtest mit einem Ergebnis von 1,61 Promille untermauerte die Angabe. Sein Eintritts-Bändchen musste der Beschuldigte abgeben, er wird nach seiner Ausnüchterung das Gelände verlassen müssen, so die Polizei.

Wacken Open Air am Donnerstag offiziell gestartet

Bei Sommerhitze ist am Donnerstag erstmals seit 2019 wieder das Metal-Festival Wacken Open Air (W:O:A, bis 6. August) gestartet. Vor Öffnung der Zugänge zum sogenannten Infield, dem Bereich vor den beiden großen Bühnen, wandten sich die Festivalmitbegründer Holger Hübner und Thomas Jensen über die großen Videoleinwände an die Besucher. Sie dankten ihnen für die Treue in den vergangenen Jahren, als das Festival 2020 und 2021 wegen der Corona-Pandemie ausgefallen war.

Kurz darauf stürmten zahlreiche Metal-Fans jubelnd das Feld. Als erste Band wollten kurz danach auf einer der beiden Hauptbühnen Skyline spielen. Die Band ist schon 1990 dabei. Damals spielte Festivalmitbegründer Jensen in der Band noch die Bassgitarre.

Metal-Fans flüchten vor der Hitze ins Freibad

Bei Temperaturen um 30 Grad suchen viele Heavy-Metal-Fans des Wacken Open Air Abkühlung im örtlichen Freibad. „Gestern hatten wir bereits 2500 Gäste“, sagte der Vorsitzende des Fördervereins des örtlichen Schwimmbads, Carsten Storm, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Das sei die fünffache Menge eines Tages bei tollem Wetter am Wochenende. Am Donnerstag standen die Metalheads zeitweise Schlange vor dem Freibad. Die Metal-Fans verhielten sich „vorbildlich und ruhig“. Weil es so voll ist wie selten, sind vier statt üblicherweise ein Bademeister im Einsatz. Sie müssten den Fans höchstens mal den Hinweis geben, dass am Beckenrand kein Bier getrunken werden dürfe.

Unter den Gästen ist auch Daniel Sennhauser. Der Schweizer ist bereits das vierte Mal in Wacken. Die Atmosphäre sei besonders, das Bad eine willkommene Abkühlung: „Es ist wie ein kühles Bier.“ Gabriel Ledenyi genießt die Sprünge vom Drei-Meter-Brett sichtlich, zeigt in der Luft den Pommesgabel genannten Gruß der Heavy-Metal-Fans. „Was nur fehlt, ist eine gute Anlage mit Heavy Metal zum Baden.“

Andere Metalheads halten derweil im Schwimmbecken einen riesigen Gummiball mit dem Bullenschädel in der Luft. Neben den Becken sind ein Bierstand und ein Grill aufgebaut. In vergangenen Jahren hatten Fans an Hitzetagen während des Open Air auch immer wieder die Selbst-Waschanlage in dem kleinen Ort genutzt. Das ging am Donnerstag nicht, weil Bauzäune vor der Anlage standen.

Lange Staus bei der Anreise und ein paar Straftaten

Die Anreise zum Wacken Open Air am Mittwoch war für viele Metal-Fans eine Geduldsprobe. Wie die Polizei berichtet, waren alle Zufahrtswege zum Veranstaltungsort verstopft und die Besucher mussten stundenlanges Warten in Kauf nehmen. Es bildeten sich kilometerlange Staus, die sich erst in der Nacht endgültig auflösten. Trotzdem war die Stimmung der Ankömmlinge auf dem Geländespäter friedlich. Bis Donnerstagmorgen waren die Campingflächen fast komplett belegt. Rund 65.000 Fans hatten sich bis 4.30 Uhr auf dem Gelände eingefunden.

Die Zahl der polizeilich registrierten Straftaten von Mittwoch auf Donnerstag lag bei zehn. So meldete ein Besucher seine Geldbörse und sein Smartphone als gestohlen, die er während des nächtlichen Duschens unbeaufsichtigt auf einer Ablage deponiert hatte. Eine Frau zeigte an, dass sie gegen 01.00 Uhr von einem Unbekannten von einer Treppe gestoßen und dabei verletzt wurde. Um Mitternacht gerieten auf dem Camp-Gelände zwei Personengruppen in Streit. Dabei wurde eine angetrunkene Frau verletzt, die wiederum eine andere Person mit einem Messer bedrohte. Bei Polizeikontrollen der anreisenden Besucher fielen einige auf, die berauscht am Steuer saßen.

Heute zum offiziellen Auftakt auf der Bühne: Judas Priest

Zum offiziellen Start des Wacken Open Air (W:O:A) wird es am Donnerstag erstmals auch auf den beiden Hauptbühnen laut. Am Donnerstagabend erwarten die Metalfans dort unter anderem den Auftritt der Szene-Größen von Judas Priest (22.15 Uhr).

Bereits am Mittwoch hatte es auf den kleineren Bühnen des Festivals Programm gegeben, unter anderem waren die Wacken Firefighters aufgetreten. Am sogenannten Wacken Wednesday spielten außerdem Avantasia und andere, dafür mussten Festivalbesucher aber Zusatzkarten kaufen. Das Wacken Open Air ist nach Veranstalterangaben mit 75.000 Besuchern ausverkauft. Geplant sind bis Samstag (bis 6. August) unter anderem noch Konzerte von Slipknot, Powerwolf, Hämatom, In Extremo, Lordi, Slime, Venom und erstmals der Kölner Band Höhner.

Metal-Fans haben nach Corona-Pause Nachholbedarf

Wackens Wiesen sind wieder voller Zelte, aus den Boxen wummert es, die Sonne scheint. Nach zwei Sommern ohne Heavy-Metal-Festival sind die Fans wieder in das beschauliche Dorf mit 1800 Einwohnern in Schleswig-Holstein eingefallen. Schon vor dem offiziellen Start des Wacken Open Air (W:O:A, 4. bis 6.8.) ist der als Pommesgabel bezeichnete Gruß der Metalheads allgegenwärtig.

„Es gibt auf jeden Fall Nachholbedarf“, sagt Festivalbesucherin Christina Plattig aus München. Die 22-Jährige ist zum zweiten Mal auf dem Open Air, macht eine besondere Atmosphäre aus. „Es interessiert niemanden, wie Du aussiehst, wie Du Dich anziehst, ob Du dick bist oder dünn.“ Wenige Meter neben ihr greift Paul Ziche an der Bushaltestelle in die Tasten seines Akkordeons, spielt einen Song von Iron Maiden und singt dazu.

„Wacken ist meine Religion“, sagt Raul Saavedra aus Kolumbien. „Ich liebe diesen Ort wirklich.“ Stolz zeigt er sein Wacken-Tattoo auf der Brust, auf dem Arm hat er sich die Koordinaten des Infields von Wacken stechen lassen. Sein Kumpel Andres Urbano sagt, alles sei speziell. „Es ist hier nicht wie bei anderen Festivals, man fühlt sich wie in einer großen Familie.“

Eine weite Anreise hatte Claudia Ghisi aus dem brasilianischen São Paulo. „Wacken ist Wacken, alles ist speziell“, sagt sie. Die zwei Sommer ohne seien sehr traurig gewesen. „Wir sind so glücklich, wieder hier zu sein“, sagt ihr Mann Felipe. Zu Hause hätten sie letztes Jahr Videos aus den Vorjahren angesehen. Er ist bereits das zehnte Mal in Wacken, für seine Frau ist es der sechste Besuch.

Wacken am Tag vor dem Beginn des Festivals

Wacken Firefighters heizen Metalfans auf Open Air ein

Eines der ersten Konzerte auf dem diesjährigen Wacken Open Air (W:O:A) haben am Mittwoch die Wacken Firefighters gegeben. Als der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Wacken kurz vor 11 Uhr die Bühne für seinen traditionellen Festivalauftritt betrat, schallten ihm „Wacken, Wacken, Feuerwehr“-Sprechchöre entgegen. Der Bereich vor der Wackinger Stage war gut gefüllt.

Bei Sommerwetter gaben die Musiker nicht nur volkstümliche Lieder oder Schlager wie „Rosamunde“ zum Besten, sondern auch Instrumental-Coverversionen moderner Popsongs wie „Let me entertain you“ von Robbie Williams. Bei Songs wie „Skandal im Sperrbezirk“ sangen die Metalheads lautstark mit. Immer wieder gab es „Ausziehen, Ausziehen“-Rufe in Richtung von Kapellmeister Stefan Bumann. „Es macht so eine Laune, Euch wiederzusehen“, sagte er. Mehrfach machten Fans die Polonaise.

Wackeeeen! Metal-Train mit 750 Besuchern angekommen

Mit dem sogenannten Metal Train sind am Mittwoch rund 750 Heavy-Metal-Fans mit Ziel Wacken Open Air (W:O:A) im schleswig-holsteinischen Itzehoe angekommen. „Es ist alles ruhig geblieben“, sagte Bundespolizeisprecher Jürgen Henningsen am Mittwoch. Der Zug sei ausverkauft gewesen.

Mit dabei war auch Metalfan Sepp Blaser aus Bayern. „Hart“ sei die Fahrt gewesen. Der Zug sei am Dienstagabend um kurz nach 19.00 Uhr in München gestartet. Die Ankunft in Itzehoe war am Mittwoch um 9.30 Uhr. Bei der Einfahrt des Zuges erklang aus den offenen Fenstern oft das langgezogene „Wackeeeen“ der Metalheads genannten Fans. „Das ist immer ein Partyzug“, sagte ein Bundespolizeisprecher.

( cw/cjl/dpa )