Ausflüge rund um Hamburg

Kennen Sie schon Norddeutschlands schönsten Garten?

| Lesedauer: 7 Minuten
Das Arboretum in Ellerhoop bietet eine permanente Gartenschau im Kreis Pinneberg – und ist besonders im Frühling sehenswert.

Das Arboretum in Ellerhoop bietet eine permanente Gartenschau im Kreis Pinneberg – und ist besonders im Frühling sehenswert.

Foto: Andreas Laible

Was können Sie in Hamburg und Umgebung so alles unternehmen? Hier haben wir ein paar Anregungen zum Wochenende für Sie.

Hamburg. Die Bäume werden grün, überall fängt es an zu blühen – und die Wetterprognose verspricht viel Sonne: Der Norden darf sich auf ein tolles Wochenende freuen. Der Frühling hat Fahrt aufgenommen, und das sollte man nutzen. Zum Beispiel für einen Besuch im Arboretum Ellerhoop, einem Abstecher zum Tulpen-Festival oder einem Tag im Freilichtmuseum Molfsee. Doch es gibt noch einiges mehr zu entdecken.

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TULPENBLÜTE IN SAMMATZ

Mit weit mehr als 100.000 Exemplaren ist die Sammatzer Tulpenblüte eine der größten Norddeutschlands und auf jeden Fall einen Besuch wert. Das Tulpen-Festival steigt am 8. Mai auf dem Michaelshof in Sammatz südlich der Elbe und östlich von Lauenburg. Die parkähnliche Anlage ist für Besucherinnen und Besucher frei zugänglich. Bei dem Festival erwarten die Gäste neben dem farbenprächtigen Anblick Gartenführungen mit vielfältigen Informationen, Musik in den Gärten, kulinarische Leckereien, Blumenverkauf und ein Kinderprogramm mit Geschichten, Spielen und farbenfrohem Schminken. Auf dem Michaelshof leben und arbeiten etwa 250 Menschen. Die Gemeinschaft setzt bereits in jedem Spätherbst mit viel ehrenamtlicher Hilfe die Tulpenzwiebeln für die Blüte im kommenden Frühjahr.

Michaelshof Sammatz, Im Dorfe 11, Sammatz, 11–18 Uhr, Eintritt frei, Spenden erbeten

HETLINGER SCHANZE

Wer die Natur liebt und gerne Tiere oder dicke Pötte beobachtet, ist im schleswig-holsteinischen Hetlingen gut aufgehoben. Es liegt westlich von Hamburg direkt an der Elbe – nicht weit von Wedel, Holm und Haseldorf. Vom wunderschönen, naturbelassenen Strand aus sind die Elbinsel Lühesand und die beiden höchsten Strommasten Europas, Elbekreuzung 1 und 2, zu sehen. Etwas weiter im Landesinneren liegt die Hetlinger Schanze. Sie hat ihren Namen von der historischen Feldschanze, die hier im 17. Jahrhundert als Verteidigung gegen die Schweden errichtet wurde: ein 880 Meter langer Rundwall mit einem sternförmigen Bauwerk dahinter.

Nördlich der Hetlinger Schanze wurde ein gut elf Meter hoher Beobachtungsturm für Besucher des Naturschutzgebietes errichtet. Vom Schanzenturm aus hat man einen weiten Blick über die Elbe nach Twielenfleth und auf die Gewässer der Haseldorfer Binnenelbe. Der Pfad, der vom Weg am Deich zum Beobachtungsturm führt, wurde links und rechts mit Büschen bepflanzt, sodass ein sich nähernder Mensch von den Vögeln am Gewässer zu Füßen des Turms nicht so schnell wahrgenommen wird. Der hölzerne Aussichtsturm ist übrigens auch Start- oder Endpunkt eines Wassererlebnispfades, auf dem man Wissenswertes über den Lebensraum Wasser erfährt.

KARL LAGERFELD HAUTNAH

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Als er gerade einmal 15 Jahre alt war, traf Sébastien Jondeau auf Karl Lagerfeld. 20 Jahre lang war er dann an der Seite des gebürtigen Hamburgers, des großen Modeschöpfers, der im Februar 2019 verstarb. Mal war der junge Mann sein persönlicher Assistent, dann wieder Model für neue Kollektionen, aber auch einfacher Fahrer und wenn nötig Bodyguard.

Über die zwei Dekaden hat Jondeau ein Buch geschrieben, Titel: „Ça va, Cher Karl“. Es ist jüngst auf Deutsch erschienen und wird nun in Lagerfelds Geburtsstadt vorgestellt, und zwar am Donnerstag, dem 12. Mai, um 14.30 Uhr. Geplant sind in Kooperation mit der Buchhandlung Felix Jud eine Lesung sowie ein Gespräch mit Autorin Christiane Arp und Jondeau im Hotel Vier Jahreszeiten, danach findet eine Signierstunde statt.

Karten kosten 49 Euro (zusätzlich gibt es ein Buch und eine Überraschung), sie sind in der Hamburger-Abendblatt-Geschäftsstelle am Großen Bur­stah erhältlich. Die Veranstaltung findet auf Englisch statt und wird abschnittweise übersetzt.

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BLANKENESE IN DER NS-ZEIT

Einen Blankenese-Spaziergang unternehmen – und nebenbei Wissenswertes aus der Geschichte des Stadtteils erfahren. Das geht mit einem Abstecher in das Gemeindehaus der Blankeneser Kirche, Mühlenberger Weg 64a. Dort wird in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Historisches Blankenese dessen Ausstellung „Blankenese im Nationalsozialismus“ gezeigt. Es geht um die Jahre 1933 bis 1939 – ein bis dahin wenig erforschtes Kapitel der lokalen Geschichte.

Geöffnet Mo–Do, 9–12 und 15–17 Uhr, Fr 9–12 Uhr, die Ausstellung läuft bis 10. Juni.

SCHMIEDEN LERNEN IM HAFEN

Ob Beschläge für die Masten oder Nieten für den Rumpf – das Schmiedehandwerk als maritimes Gewerk ist seit jeher für den Schiffsbau von einer zentralen Bedeutung. Doch wie geht das genau? In den zweitägigen Schmiede-Workshops im Deutschen Hafenmuseum – am Schuppen 50A direkt neben der ­historischen Viermastbark „Peking“ gelegen – können die Teilnehmer (ab zwölf Jahre) selbst Hand anlegen. Neben dem Erlernen der Grundfertigkeiten (Anschüren eines Schmiedefeuers, Gebrauch von Hammer und Amboss, Materialkunde) stehen auch das Schmieden von kleineren Gebrauchsgegenständen und die Herstellung von Lögeln, die zur Befestigung der Segel dienen, auf dem Programm. Die Wochenendkurse sind für Anfänger und für leicht Fortgeschrittene gleichermaßen geeignet. Bitte Arbeitskleidung und festes Schuhwerk mitbringen.

7. und 8. Mai 2022, 10–17 Uhr, Kursgebühr: 270 Euro pro Person – Schmiedematerial, Kohle und Verpflegung inklusive. Hier anmelden! Weitere Termine: 16./17. Juli und 3./4. September

MITMACHEN IN MOLFSEE

Im Freilichtmuseum Molfsee können Interessierte am Sonnabend, 7. Mai, von 11 bis 16 Uhr lernen, Blumen zu flechten. Das Angebot der Korbmacherei Sell richtet sich an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. (Kosten: 10 Euro Kursgebühr und Material, plus Eintritt.) Am Sonntag, 8. Mai, 11 Uhr gibt es Wissenswertes zur Architektur des neuen Jahr100Hauses in Molfsee – das Ausstellungs- und Eingangsgebäude des Freilichtmuseums (3 Euro plus Eintritt).

Freilichtmuseum Molfsee, Hamburger Landstraße 97, Di–So 9–18 Uhr, Eintritt 10 Euro, ermäßigt 8 Euro, Kinder/Jugendliche 3 Euro

MUTTERTAG IM ARBORETUM

Das Arboretum Ellerhoop lädt an diesem Sonntag alle Mütter in Begleitung von Kindern bis 16 Jahre zum halben Preis in den Baumpark und seine Themengärten ein. Um 11 Uhr gibt es zudem eine kostenlose Führung für Mütter mit Arboretum-Chef Herwyn Ehlers. Im Arboretum, das von sich selbst behauptet, der schönste Garten des Nordens zu sein, sind derzeit vor allem die Magnolien, ­Silberblatt, Hornveilchen, Narzissen sowie die Zier-Äpfel schön anzusehen.

„Besonders im Frühling sehen wir, wie die Blumen- und Pflanzenwelt mit Leben erfüllt wird und Mutter Natur alles ­sprießen lässt“, sagt Herwyn Ehlers, Chef der Norddeutschen Gartenschau im Arboretum Ellerhoop. „Dies können wir besonders gut derzeit an den verschiedensten Pflanzen und Bäume beobachten. Ein sattes, helles Grün zeugt von neuem Leben. Alles erblüht, das Leben erwacht.“

Arboretum Ellerhoop, Thiensen 4, Ellerhoop, täglich 10 bis 19 Uhr geöffnet, regulärer Eintritt: Erwachsene 9 Euro, Kinder bis 16 Jahre frei

Noch viel mehr Ausflugstipps – insgesamt über 250 an der Zahl – enthält das Abendblatt-Magazin „AUSflüge – Mit dem HVV durch Hamburg und den Norden“, 108 Seiten, 9,50 Euro (Treuepreis für Abonnenten: 8 Euro), erhältlich im Abendblatt-Onlineshop, in der Geschäftsstelle, Großer Burstah 18–32, oder im Buchhandel.

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(HA)
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