Zweiter Weltkrieg

Archäologen finden "weitgehend unversehrte" Nusstorte

Die Archäologinnen Lisa Renn (l.) und Doris Mührenberg mit der bei Ausgrabungen gefundenen Nusstorte.

Die Archäologinnen Lisa Renn (l.) und Doris Mührenberg mit der bei Ausgrabungen gefundenen Nusstorte.

Foto: Hansestadt Lübeck

Die Forscherinnen haben bei Ausgrabungen in einem Keller das anscheinend bemerkenswert gut erhaltene Backwerk gefunden.

Lübeck. Einen ungewöhnlichen Fund haben Lübecker Archäologen gemacht: 79 Jahre nach dem alliierten Bombenangriff auf die Stadt fanden sie im Keller eines bei dem Angriff zerstörten Hauses eine "weitgehend unversehrte" Torte.

Die ersten Untersuchungen hätten bestätigt, dass es sich um eine Nusstorte mit Krokant-Ummantelung gehandelt habe, teilte die Hansestadt Lübeck am Dienstag mit. Das fein mit Glasur, Randverzierungen und Spritzdekor versehene Backwerk sei in der ehemaligen Küche des Hauses unter Schuttbergen begraben gewesen und habe so die Jahre überstanden.

Die Torte sei momentan das einzige archäologisch freilegte Feingebäck seiner Art in Norddeutschland und ein überaus bedeutsamer Fund, sagte der Leiter des Bereiches Archäologie der Stadt, Dirk Rieger. Die Torte soll jetzt konserviert und ausgestellt werden.

( dpa )