"Manne Pahl"

Sylter Kultwirt geht gegen Auflagen vor – Kreis lenkt ein

| Lesedauer: 2 Minuten
Nordsee-Urlaub auf Sylt ist beliebt, das Restaurant "Manne Pahl" in Kampen Kult. Doch Betreiber Pius Regli (links) durfte nur wenige seiner Sitzplätze im Restaurant-Innenraum nutzen und ist dagegen vorgegangen. Raphael Ipsen von der Dehoga pflichtet ihm bei.

Nordsee-Urlaub auf Sylt ist beliebt, das Restaurant "Manne Pahl" in Kampen Kult. Doch Betreiber Pius Regli (links) durfte nur wenige seiner Sitzplätze im Restaurant-Innenraum nutzen und ist dagegen vorgegangen. Raphael Ipsen von der Dehoga pflichtet ihm bei.

Foto: Michael Rauhe

Nur 33 der 100 Plätze im Innenraum des "Manne Pahl" in Kampen durfte Pius Regli nutzen. Dagegen ist er vorgegangen – mit Erfolg.

Kampen. Gute Nachrichten für den Sylter Kultwirt Pius Regli. Am vergangenen Freitag hatte das Abendblatt berichtet, dass der Betreiber vom Restaurant Manne Pahl in Kampen nur 33 seiner ansonsten rund 100 Sitzplätze im Innenraum des Lokals nutzen darf. Das hatte ihm der Kreis Nordfriesland per Ordnungsverfügung so vorgeschrieben. Der gebürtige Schweizer hatte deshalb Rechtsanwalt Jan Boris Ingerowski aus der renommierten Hamburger Kanzlei Esche Schümann Commichau eingeschaltet – mit Erfolg.

Sylter Restaurant "Manne Pahl" darf mehr Plätze nutzen

„Der Kreis Nordfriesland hat eingelenkt und zugesagt, dass die Zahl der zur Zeit 33 zugelassenen Plätze im Innenraum des Restaurant Manne Pahl erhöht werden darf. Die Details werden noch geklärt. Ziel ist es, dass es überhaupt keine Begrenzung der Anzahl der Plätze gibt, sondern das bei der Belegung die Tische nur die aktuell geltenden Abstandsregelungen und sonstigen allgemeinen Corona-Bestimmungen eingehalten werden müssen. Auch auf Sylt stellt die Reglementierung der Sitzplatzanzahl eine Ausnahme da“, sagte Rechtsanwalt Jan Boris Ingerowski dem Abendblatt.

Gastro auf Sylt muss strenge Corona-Auflagen erfüllen

Zuvor hatte der Jurist seinen Standpunkt dem Kreis Nordfriesland schriftlich mitgeteilt und auch rechtliche Schritte gegen den Kreis angekündigt, sollte die Deckelung der Personenzahl nicht aufgehoben werden. Dem Abendblatt bestätigte auf Anfrage Brian Zube, Sprecher des Landkreises Nordfriesland: „Wenn uns Pius Regli wie mit seinem Anwalt besprochen ein schlüssiges Konzept vorlegt aus dem Abstände und weitere Maßnahmen ersichtlich sind, dann kann die Kapazität der Sitzplätze erhöht werden.“

Mehr von Sylt:

Wie berichtet, hatte ein Sprecher des Kreises zuletzt so argumentiert: „Jede Gaststätte verfügt über einen Brandschutzplan, der die normalerweise (also außerhalb der Pandemie) zulässige Bestuhlung beschreibt. Auf Grundlage dieser Pläne gehen wir typisierend davon aus, dass derzeit im Höchstfall die gleichzeitige Bewirtung der Hälfte der dort vorgesehenen Gäste möglich ist. Der Brandschutzplan für das Restaurant Manne Pahl geht von 66 Plätzen im Innenbereich aus. Davon die Hälfte ist 33.“

( ug )