Pandemie

60.000 Biontech-Impftermine in einer Stunde vergeben

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Das Impfzentrum Mitte des Kreises Stormarn in Großhansdorf auf dem Gelände der dortigen Lungenklinik (Archivbild).

Das Impfzentrum Mitte des Kreises Stormarn in Großhansdorf auf dem Gelände der dortigen Lungenklinik (Archivbild).

Foto: picture alliance

Schleswig-Holstein hatte am Dienstag ein neues Kontingent von Impfterminen freigegeben – große Nachfrage. Wo es nun noch Termine gibt.

Kiel. Die Nachfrage war groß: Die am Dienstag kurzfristig hinzugekommenen 60.000 Doppeltermine für eine Corona-Impfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer waren in weniger als einer Stunde unter den Impfberechtigten aufgeteilt, teilt das Kieler Gesundheitsministerium mit.

Zum Beginn der digitalen Warteschlange waren rund 156.000 Geräte registriert (darunter sicher einige Impfwillige, die mit mehreren Geräten gleichzeitig ihre Chance auf eine schnelle Zusage wahren wollten). Nur 50 Minuten nach dem Startschuss um 17 Uhr waren "nahezu sämtliche Termine vergeben", so das Ministerium.

Impfung ist "der entscheidende Schritt aus dieser Pandemie"

„Die Nachfrage ist zu Recht sehr groß, die Anzahl der Berechtigten übersteigt weiterhin deutlich die Anzahl der zur Verfügung stehenden Impfdosen. Was wir jetzt brauchen, ist mehr Impfstoff. Die Corona-Schutzimpfung ist und bleibt der entscheidende Schritt aus dieser Pandemie“, hatte Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) bereits am Montag gesagt.

Auch Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte am Dienstag erneut betont, dass für eine langfristige Öffnungsperspektive eine schnelle Impfung möglichst vieler Menschen wichtig sei.

Biontech-Impfstoff bei allen neuen Terminen

Für die Termine konnten sich Berechtigte der Prioritätsgruppen 1 und 2 anmelden, also neben den Schleswig-Holsteinern, die über 80 Jahre alt sind, auch diejenigen im Alter von über 70 Jahren sowie weitere Risikogruppen.

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Das Ministerium weist darauf hin, dass der Hinweis in der Anmeldebestätigung, Personen unter 80 Jahren würden mit einem "vektorbasierten Impfstoff" geimpft, nicht richtig sei: Alle am Dienstag vergebenen Termine würden mit einem mRNA-Impfstoff von Biontech durchgeführt. Wer Impftermine gebucht hat, wurde am Mittwoch zusätzlich per E-Mail über den falschen Hinweis informiert.

Wie man im Norden aktuell an Impftermine kommt

Ab dem 6. April sollen auch Hausarztpraxen in Schleswig-Holstein Corona-Impfungen durchführen können – allerdings ist das Kontingent, das den Ärzten dafür zur Verfügung gestellt wird, zunächst noch sehr niedrig.

Obwohl die Termine vorerst vollständig vergeben wurden, können durch die Stornierung von Doppelbuchungen oder aus anderen Gründen immer wieder einzelne Daten frei werden, die dann wieder auf impfen-sh.de zur Verfügung stehen – eine stichprobenartige Abfrage zeigt, dass dort zumindest vereinzelt Impftermine in einigen der knapp 30 Impfzentren im Land angeboten werden.

( josi )