Schleswig-Holstein

Kieler Woche: 30.000 Menschen verfolgen Windjammerparade

Die Windjammerparade gehört auch in der Corona-Zeit zur Kieler Woche.

Die Windjammerparade gehört auch in der Corona-Zeit zur Kieler Woche.

Foto: Frank Molter / dpa

Sie gehört zu den beliebtesten Highlights der Kieler Woche und findet auch im Corona-Jahr statt: die traditionelle Windjammerparade.

Kiel. Mit der traditionellen Windjammerparade hat die Kieler Woche am Samstag ihre mit Abstand größte Veranstaltung erlebt. Die Stadt schätzte die Zahl der Zuschauer entlang der Förde auf 30 000. Die Bark „Alexander von Humboldt II“ mit ihren markanten grünen Segeln fuhr bei Sonnenschein und frischer Brise voran. Weiter draußen vor Laboe wehte der Wind sogar kräftig bei Stärke 6, wie Paradedirektor Martin Finnberg der Deutschen Presse-Agentur sagte. „Da zieht das grüne Ding ab wie verrückt.“

Der Dreimaster war zuletzt 2012 an der Spitze des Feldes gesegelt. 120 Schiffe und Boote hatten sich für die Windjammerparade angemeldet. Hinzu kamen laut Polizei noch etwa 280 Begleitboote. Zu normalen Nicht-Corona-Zeiten verfolgen an den Ufern 100 000 Zuschauer das maritime Spektakel.

Die Kieler Woche geht am Sonntag zu Ende. Wegen der Corona-Pandemie wurde das Ereignis von Ende Juni in den September verlegt. Es gab diesmal auch viel weniger Veranstaltungen als sonst, vor jeweils nur kleinem Publikum. Im Mittelpunkt standen die Segelwettbewerbe.

Windjammerparade mit (zu) viel Wind

Die Windjammerparade auf der Förde begann laut Paradedirektor Finnberg zehn Minuten früher als geplant um 10.50 Uhr. Der Wind habe das aufgestellte Feld zusammengeschoben. Das sei vor allem für Traditionsschiffe ein Problem gewesen. Deshalb habe er etwas früher das Startsignal gegeben.

Ausgangs der Förde löste sich das Feld gegen 12.30 Uhr auf. Weil die 65 Meter lange „Alexander von Humboldt II“ zum Segeltraining weiter in die Ostsee fuhr, musste Paradedirektor Finnberg in der Nähe des Kieler Leuchtturms auf ein Lotsenboot umsteigen. „Es ist gut gelaufen, nur draußen war etwas viel Wind“, bilanzierte der Seelotse.