Schleswig-Holstein

Nach Zugentgleisung: Bahnstrecke Hamburg–Sylt wieder frei

Im Bahnhof Sylt ist nach einem Rangierunfall ein Zug entgleist. Die Bahnstrecke Hamburg–Sylt wurde gesperrt.

Im Bahnhof Sylt ist nach einem Rangierunfall ein Zug entgleist. Die Bahnstrecke Hamburg–Sylt wurde gesperrt.

Foto: Bundespolizei

Im Bahnhof Niebüll war ein Triebwagen des Sylt Shuttle Plus mit einer Rangiereinheit zusammengestoßen. Die Folgen waren weitreichend.

Niebüll. Die Zugstrecke Hamburg-Sylt ist wieder "uneingeschränkt befahrbar", so ein Sprecher der Deutschen Bahn am Dienstagmorgen. Wegen eines Rangierunfalls am Montag im Bahnhof von Niebüll war der Zug-Fernverkehr zwischen Hamburg und Sylt unterbrochen. Nach Angaben der Bundespolizei war ein Triebwagen des Sylt Shuttle Plus gegen 14.45 Uhr in Richtung Bredstedt neben einer Rangiereinheit hergefahren, die aus zwei Lokomotiven bestand. Dabei kam es zur Kollision der beiden Züge.

Die Lokomotiven drückten den Triebwagen des Sylt Shuttle aus dem Gleis. Die beiden Personen an Bord blieben unverletzt. Allerdings hatte der Unfall starke Auswirkungen auf den Zugverkehr.

Zugstrecke Hamburg–Sylt bis Dienstagmorgen gesperrt

Regionalzüge konnten am Montagabend von Westerland auf Sylt nur bis Niebüll auf dem Festland fahren. Wer aus Richtung Husum kam und nach Sylt wollte, konnte nur bis Bredstedt mit dem Regionalzug fahren. Zwischen Niebüll und Bredstedt waren Busse als Ersatz in beiden Richtungen unterwegs. Die Strecke ist etwa 25 Kilometer lang. Zunächst war der Ersatzverkehr sogar über eine Strecke von rund 38 Kilometern von Klanxbüll bis Bredstedt eingerichtet worden. Doch es konnte ein Gleis frei gemacht werden.

Das Technische Hilfswerk begann noch am Montagnachmittag damit, den entgleisten Triebwagen wieder in die Spur zu bekommen. Dies gelang in der Nacht zu Dienstag, so dass bei Betriebsbeginn gegen 3.30 Uhr die Züge wieder uneingeschränkt fahren konnten.

Wie es zu dem Unfall kommen konnte, war zunächst unklar. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Ein Intercity-Zug aus Dresden war verspätet in Niebüll angekommen. Um Zeit aufzuholen, sei die Lok von dem Zug abgekoppelt worden und habe rangiert, sagte die Bahnsprecherin. Reisende hätten den IC verlassen, um mit Nahverkehrszügen die Fahrt fortzusetzen. Die rangierende Lok sei dann mit geringem Tempo gegen einen Regionalzug gestoßen.

Dabei sei der Regionalzug aus den Gleisen gesprungen, aber nicht umgestürzt. Erst wenn die Untersuchung durch das Eisenbahnbundesamt abgeschlossen sei, könne der Zug wieder aufs Gleis gesetzt werden.