Lübeck

Extinction Rebellion: Demo am Flughafen – mit Sekundenkleber

Der Lübecker Flughafen. Dort haben am Montag Aktivisten von Extinction Rebellion gegen Kurzstreckenflüge demonstriert.

Der Lübecker Flughafen. Dort haben am Montag Aktivisten von Extinction Rebellion gegen Kurzstreckenflüge demonstriert.

Foto: dpa

Protest gegen Kurzstreckenflüge: Einige der Aktivisten versuchten, sich mit dem Kleber am Boden der Lübecker Rollbahn festzukleben.

Lübeck. Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion (XR) haben am Montagmorgen am Lübecker Flughafen gegen Kurzstreckenflüge demonstriert. Etwa zehn Menschen befanden sich nach Angaben eines Sprechers von Extinction Rebellion am Morgen auf der Rollbahn am Flughafen in Lübeck.

Drei von ihnen hätten versucht, sich mit Sekundenkleber an den Händen auf den Boden der Rollbahn festzukleben, wie die Polizei mitteilte. Dies hätten die Beamten jedoch verhindert und die Aktivisten in Gewahrsam genommen. Durch die Proteste verzögerte sich laut Angaben der Aktivisten der Start des ersten Kurzstreckenfluges um ca. eine Stunde.

Lorenz Gösta Beutin, klimapolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag, begleitete die Proteste vor Ort. Er berichtete von 100 bis 150 weiteren Demonstranten vor dem Rollfeld.

Extinction Rebellion: Akitivist versucht, sich am Flugzeug festzukleben

Die Polizei spricht von 80 Personen. Zudem hatten laut Polizei drei Aktivisten der Gruppe Extinction Rebellion Flugtickets nach München. Einer von ihnen hätte versucht, sich am Flugzeug festzukleben. Die Polizei nahm auch diese drei Personen in Gewahrsam.

Hintergrund der Protestaktion ist der Neustart der Kurzstreckenflüge von Lübeck nach München und Stuttgart, dessen Linienbetrieb am Montag aufgenommen wurde. Die Gruppe will auf die schädlichen Folgen für die Umwelt aufmerksam machen. Dazu haben sich Aktivisten aus ganz Norddeutschland dort zusammengefunden.

"Wie kann es sein, dass die Hansestadt Lübeck, ein Jahr nachdem sie den Klimanotstand ausgerufen hat, diese Notlage aktiv weiter verschärft statt sie zu bewältigen”, meint Lukas Schnermann aus dem Presseteam der Bewegung. “Damit lässt die Stadt vorsätzlich ihre eigenen Bürger im wahrsten Sinne des Wortes untergehen."

Die Gruppe demonstrierte am Montag auch an drei weiteren Flughäfen: in München, Berlin und Düsseldorf. In Düsseldorf stiegen eigene Aktivisten in ein Flugzeug ein, forderten dann den “Ausstieg in letzter Sekunde”, und riefen andere Passagiere dazu auf, mit ihnen das Flugzeug zu verlassen.