Schwentinental

Bombenfund: Zwei Blindgänger erfolgreich entschärft

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In Schleswig-Holstein werden am Donnerstagnachmittag zwei Bomben auf dem Zweiten Weltkrieg entschärft (Symbolbild).

In Schleswig-Holstein werden am Donnerstagnachmittag zwei Bomben auf dem Zweiten Weltkrieg entschärft (Symbolbild).

Foto: Markus Weissenfels / FUNKE Foto Services

Sperrzone rund um den Fundort wurde evakuiert, 2400 Menschen mussten das Gebiet zeitweise verlassen. B76 blieb befahrbar.

Schwentinental. Am Donnerstag haben Spezialisten des Kampfmittelräumdienstes zwei amerikanische Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg im Ortsteil Klausdorf (Schwentinental) entschärft. Wie die Polizei Kiel mitteilte, lagen die jeweils 1000 Pfund schweren Bomben auf einer erhöhten, nicht bebauten Koppel. Daher sei ein Evakuierungsradius von 1000 Metern erforderlich gewesen. Die Landespolizei Schleswig-Holstein begleitete die Maßnahmen auf Twitter. Die Arbeiten haben um etwa 14.20 Uhr begonnen und wurden gegen 15.35 Uhr erfolgreich beendet.

Die Städte Schwentinental und Kiel hatten nach Angaben der Polizei am Dienstag mit der Verteilung von Handzetteln begonnen, um betroffene Haushalte zu informieren. Wie die Landespolizei Schleswig-Holstein am Donnerstag auf Twitter verkündete, waren am Donnerstag ab 13 Uhr Straßensperrungen eingerichtet worden. Bis etwa 14 Uhr mussten alle Anwohner ihre Häuser verlassen, dabei soll es laut Polizei-Twitter keine Komplikationen gegeben haben. Auch die Nutzer des Kleingartengeländes Klausdorf wurden gebeten, den abgesperrten Bereich rechtzeitig zu verlassen. Die Bundesstraße 76 blieb laut Polizei Kiel befahrbar.

Gegen 15.27 Uhr vermeldeten die Beamten der Landespolizei auf Twitter, dass die erste Bombe erfolgreich entschärft wurde. Kurz darauf folgte die Bestätigung, dass auch der zweite Blindgänger entschärft worden sei. Die Anwohner konnten daraufhin in ihre Häuser zurückkehren, Straßensperrungen wurden aufgehoben.

Schwentinental: Stadt beantwortet telefonisch Fragen zur Bombenentschärfung

Insgesamt waren laut Polizei rund 2400 Menschen von den Maßnahmen betroffen. Anwohner mussten sich auf eine mehrstündige Abwesenheit einstellen und waren gebeten worden, beim Verlassen des Gebiets nötige Medikamente und Nahrung mitzunehmen.

Anwohner, die für die Zeit der Entschärfung keine Aufenthaltsmöglichkeiten hatten, konnten bereits ab 12 Uhr die Schwentinehalle als Notunterkunft nutzen. Die Stadt Schwentinental wies in diesem Zusammenhang auf die Pflicht hin, in der Halle einen Mund-Nasenschutz zu tragen. Das Platzangebot war begrenzt. Zusammenkünfte an anderen Orten seien nach geltenden Regeln der Corona-Verordnung des Landes Schleswig-Holstein möglich gewesen, so die Polizei Kiel.

Unter der Nummer 04307/811 228 beantwortet die Stadt am Donnerstag noch bis 18 Uhr etwaige Fragen zu den Maßnahmen.

( HA/kwr )