Schleswig-Holstein

E-Scooter-Unfälle: 23 Menschen im Norden verletzt

In Schleswig-Holstein sind E-Scooter weniger verbreitet als in Hamburg (Archivbild).

In Schleswig-Holstein sind E-Scooter weniger verbreitet als in Hamburg (Archivbild).

Foto: Axel Heimken/dpa

Im Gegensatz zu Städten wie Hamburg sind E-Scooter in Schleswig-Holstein nicht sehr verbreitet. Verleiher in Kiel und Lübeck.

Kiel. Seit Einführung der E-Scooter im Juni 2019 in Deutschland hat es in Schleswig-Holstein landesweit 26 Verkehrsunfälle damit gegeben. In 23 Fällen wurden Menschen verletzt, wie ein Sprecher des Landespolizeiamts der Deutschen Presse-Agentur sagte. Bei 11 der 26 Unfälle wurde Alkoholkonsum des Fahrers festgestellt. Außerdem gab es 19 Fahrten ohne Unfall unter Alkoholeinfluss (Straftat: Trunkenheit im Verkehr). Bislang hätten die Beamten nur wenige nennenswerte Verstöße gegen des Pflichtversicherungsgesetz erfasst, etwa wenn Besitzer ohne oder ohne gültigen Versicherungsschutz unterwegs sind.

„Grundsätzlich allerdings sind die E-Scooter noch immer ein Randthema für uns in Schleswig-Holstein und spielen bisher keine nennenswerte Rolle in der Unfalllage“, sagte der Polizeisprecher. Bislang seien E-Scooter im nördlichsten Bundesland noch kaum verbreitet. Lediglich in Lübeck und mittlerweile auch in Kiel gebe es einen gewerblichen Verleiher. „Die private Verbreitung ist marginal.“

Die Beamten informieren beispielsweise im Rahmen der Verkehrsunfallprävention mit einem Flyer über die rechtlichen Vorgaben und sicheres Verhalten im Straßenverkehr. Sollten E-Scooter-Fahrer vermehrt durch Fahrten unter Alkoholeinfluss oder zu zweit auffallen, seien Schwerpunktkontrollen möglich, sagte der Polizeisprecher. Solche Kontrollen gab es bereits im Frühjahr in Bad Segeberg.

( dpa )