Schleswig-Holstein

Bombendrohung am Lübecker Gericht wieder aufgehoben

Beim Amtsgericht Lübeck hat es eine Bombendrohung gegeben. Das Gebäude wurde geräumt.

Beim Amtsgericht Lübeck hat es eine Bombendrohung gegeben. Das Gebäude wurde geräumt.

Foto: Malte Christians / dpa

Weitere Drohungen gegen Gerichte gingen auch in Mainz und Erfurt ein. Polizei suchte Gebäude mit Sprengstoffhunden ab.

Lübeck. Nach Bombendrohungen am Dienstag an mehreren deutschen Gerichten hat die Polizei in Lübeck die Bombendrohung am Amtsgericht Lübeck am Nachmittag wieder aufgehoben. Beamte aus der Polizeidirektion Lübeck sowie aus Flensburg, Itzehoe, Ratzeburg und Neumünster suchten mit zehn Sprengstoffsuchhunden das evakuierte Gebäude Am Burgfeld ab. Weder ein verdächtiger Gegenstand und noch Hinweise auf Sprengstoff wurden gefunden.

Der Einsatz war um 14.15 Uhr beendet. Die Lübecker Staatsanwaltschaft und das dritte Polizeirevier der Polizeidirektion Lübeck haben strafrechtliche Ermittlung wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten aufgenommen. Auch ein Zusammenhang zu den anderen Bombendrohungen wird noch untersucht.

Neben Lübeck auch Gerichte in Wolfsburg, Mainz und Erfurt geräumt

Auch das Wolfsburger Amtsgericht war vorübergehend geräumt worden. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, ging die Drohung per E-Mail ein. Alle Mitarbeiter mussten das Gebäude daraufhin verlassen. Spürhunde suchten das Gebäude nach Sprengstoff ab, wurden aber nicht fündig. Gegen 9.15 Uhr gab die Polizei Entwarnung.

In der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt waren zwei Sprengstoffspürhunde im Einsatz und durchstreiften das Justizzentrum. Betroffen seien unter anderem das Amtsgericht und die Staatsanwaltschaft Erfurt, deren Mitarbeiter ihre Büros verlassen mussten. Die Gerichtsverhandlungen waren zunächst bis Mittag ausgesetzt.

In Mainz wurde das Land- und das Amtsgericht geräumt und umliegende Straßen weiträumig abgesperrt. Von den Drohungen war zudem die Bundesagentur für Arbeit in Hanau betroffen. Inwiefern ein Zusammenhang zwischen den in mehreren Städten eingegangenen Bombendrohungen besteht, wird noch geprüft.

( dpa/ade )