Schleswig-Holstein

Werftarbeiter stirbt bei Arbeitsunfall an Bord von U-Boot

Bei dem Betroffenen handelt es sich um einen 24 Jahre alten Mitarbeiter der Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS).

Bei dem Betroffenen handelt es sich um einen 24 Jahre alten Mitarbeiter der Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS).

Foto: imago images / Chris Emil Janßen

Ein 24-Jähriger kam bei Arbeiten an Bord der „U35“ in Kiel ums Leben. Dort liegt das U-Boot derzeit für Instandsetzungsarbeiten.

Kiel. Nach einem Arbeitsunfall an Bord des deutschen U-Boots „U35“ ist am Mittwoch in Kiel ein Werftarbeiter gestorben. Zu der genauen Ursache und dem Verlauf des Unfalls konnten noch keine Angaben gemacht werden, teilte ein Marinesprecher mit.

Bei dem Betroffenen handelt es sich um einen 24 Jahre alten Mitarbeiter der Kieler Werft ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS).

Dort befindet sich „U35“ derzeit im Rahmen einer sogenannten Werftzeit für Instandsetzungs- und Modernisierungsarbeiten. Aus Platzgründen liegt das U-Boot aber im nahe gelegenen Marinearsenal.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln nach tödlichem Arbeitsunfall

Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft haben Untersuchungen zum Hergang des Unfalls aufgenommen. Es sei ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet worden, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Ein Sachverständiger der Berufsgenossenschaft sei bereits an Bord gewesen. Technische und rechtsmedizinische Gutachten seien in Auftrag gegeben worden.

Unfall in Kiel: Mann wurde wohl eingeklemmt

Die Werft reagierte mit großer Bestürzung auf den Tod eines ihrer Mitarbeiter. Der Mann führte Arbeiten an einem Ausfahrgerät des U-Bootes durch, wie ein TKMS-Sprecher sagte. Dazu zählen das Sehrohr (Periskop) und die Fernmeldemasten.

Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg. Nach dpa-Informationen wurde der Mann bei den Arbeiten eingeklemmt. Die anderen Mitarbeiter wurden vor Ort psychologisch betreut.

„U35“ ist das zweitjüngste von aktuell sechs Booten der Klasse 212A. Sie gehören zum 1. U-Boot-Geschwader in Eckernförde.

Es ist das einzige, das die Bundeswehr noch hat. „U35“ wurde bei TKMS in Kiel gebaut und im März 2015 in Dienst gestellt. Die Boote verfügen über einen Brennstoffzellenantrieb.

( dpa/lno )