Fahrbahnschäden

Löcher in A21: Voraussichtlich kein Gerichtsverfahren

Im Sommer 2017 wurde ein Teil der Asphaltdeckt auf der A 21 bei Bornhöved fertiggestellt.

Im Sommer 2017 wurde ein Teil der Asphaltdeckt auf der A 21 bei Bornhöved fertiggestellt.

Foto: Markus Scholz/dpa

Landesbetrieb und Baufirmen haben Schiedsvertrag unterzeichnet. Gutachter soll prüfen, woher rätselhafte Löcher kommen.

Kiel. Der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr und die Baufirmen wollen per Schiedsverfahren den Streit um die Löcher auf der Autobahn 21 beilegen. Ein Gutachter soll die Ursache der Schäden ermitteln. Landesbetrieb und Baufirmen unterzeichneten einen entsprechenden Schiedsvertrag. "Damit vermeiden wir ein langwieriges gerichtliches Beweissicherungsverfahren", sagte der Direktor des Landesbetriebs, Torsten Conradt, am Dienstag.

Conradt setzt darauf, dass der Grund für die rätselhaften Schäden in beiden Richtungen zwischen Stolpe (Kreis Plön) und Bornhöved (Kreis Segeberg) bis Mitte des Jahres feststehe. "Das ist immer noch schneller, als wenn wir 2019 den Weg zu den Gerichten angetreten hätten." Das Hauptproblem sind demnach kleine Löcher in der Asphaltdecke, teilweise mehr als 50 Stück pro Quadratmeter. In Richtung Norden wurde zuletzt eine Zunahme der Schäden beobachtet.

Neuer Asphalt würde sieben Millionen Euro kosten

Im schlimmsten Fall müsste auf dem zehn Kilometer langen Teilstück der komplette Asphalt erneuert werden. Dies würde laut Landesbetrieb bis zu sieben Millionen Euro kosten. Die Arbeiten könnten wegen der geplanten Sanierung der Bundesstraße 205 aber erst 2021 starten. Der Landesbetrieb rechnet mit einer Dauer von bis zu zwei Monaten pro Fahrtrichtung.

Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) zeigte sich mit dem gefundenen Kompromiss zufrieden: "Alles, was einer Beschleunigung des Verfahrens dient, ist gut für alle Beteiligten - vor allem aber für die zigtausend Pendler, die täglich auf dieser wichtigen Ost-West-Verbindung unterwegs sind."

Das Autobahn-Teilstück war erst 2017 erneuert worden. Die Sanierung kostete rund 46 Millionen Euro. Im Januar 2019 waren zunächst auf dem Abschnitt in Richtung Segeberg Löcher in der Fahrbahndecke festfestgestellt worden, später dann auch auf der Fahrbahn in Richtung Kiel. Dort galt deshalb zunächst Tempo 80. Mittlerweile ist die Höchstgeschwindigkeit 120.