Statistik

In Schleswig-Holstein wird täglich elfmal eingebrochen

Die meisten Einbrüche registrierte die Polizei zuletzt im Kreis Pinneberg (Symbolbild).

Die meisten Einbrüche registrierte die Polizei zuletzt im Kreis Pinneberg (Symbolbild).

Foto: Silas Stein / dpa

Zwar beobachtet die Polizei allgemein einen Rückgang von Einbrüchen – jedoch steigt die Zahl der Taten in der dunklen Jahreszeit.

Kiel. Winterzeit ist Einbrecherzeit – so zumindest liest sich die Statistik der Polizei, die jetzt aktuelle Zahlen für Schleswig-Holstein bekannt gegeben hat und insbesondere in der dunklen Jahreszeit vor Einbrechern warnt. Von Januar bis Ende November registrierten die Beamten 3750 Einbrüche. Im Durchschnitt wurde also elfmal am Tag in Häuser und Wohnungen eingebrochen. Im Vorjahreszeitraum zählte die Polizei 4227 Einbrüche und damit 477 Taten mehr.

Damit setzt sich der rückläufige Trend fort: Aktuell ergibt die Auswertung einen Rückgang von 12,7 Prozent im Vergleich zu den ersten elf Monaten des Jahres 2018. Zudem spricht die Polizei von den niedrigsten Fallzahlenaufkommen seit 2014.

Im November zählte die Polizei 528 Einbrüche

Allerding sei das Niveau für ein Flächenland immer noch sehr hoch und die Ermittler wissen, dass die Einbruchszahlen jetzt wieder steigen werden. So sind im September 241 Taten erfasst worden, einen Monat später registrierte die Polizei 352 Einbrüche und im November waren es 528 Einbrüche. Somit hat sich die Zahl im Unterschied zu September mehr als verdoppelt. "Einbrecher nutzen die frühe Dämmerung, um Häuser im Schutz der Dunkelheit ausspähen und die erkennbare Abwesenheit der Bewohner ausnutzen", sagt Uwe Keller, Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) und möchte so die Menschen für mehr Einbruchsschutz sensibilisieren.

"Schaffen Sie für die Täter keine Tatgelegenheiten. Einbrecher brauchen nur wenige Minuten für ihre Tat. Deswegen ist es besonders wichtig, Haus und Wohnung wirksam zu sichern und auch bei kurzer Abwesenheit immer zu verschließen", so der LKA-Sprecher.

Ferner gibt die Landespolizei folgende Verhaltenstipps:

  • Vermeiden Sie Signale, an denen ein Einbrecher erkennt, dass niemand zuhause ist.
  • Beleuchten Sie Haus und Garten, zum Beispiel durch Zeitschaltuhren und Lichtsensoren.
  • Seien Sie wachsam! Achten Sie auf verdächtige Personen in Ihrer Nachbarschaft.
  • Scheuen Sie sich nicht, sofort 110 zu wählen, wenn Sie verdächtige Beobachtungen machen.

Wie wichtig aufmerksame Nachbarn sind, zeigt ein Beispiel aus dem Kreis Pinneberg. Noch während die Einbrecher das Haus durchsuchten, konnten Polizisten die Kriminellen auf frischer Tat festnehmen.

Kreis Pinneberg ist Einbrecher-Hochburg

Unter den Kreisen im Land gilt Pinneberg dabei als Einbrecher-Hochburg. Von den 528 registrierten Taten im November wurden 92 im Kreis Pinneberg verübt. Bei Einbrechern ebenfall sehr beliebt ist Stormarn. In diesem Kreis wurden im vergangenen Monat 59 Taten gezählten. Als regionalen Schwerpunkt bezeichnet die Polizei auch den Kreis Rendsburg-Eckernförde. Dort sind Im November 49 Taten registriert worden.

Damit die Täter gar nicht erst in die Wohnräume gelangen, ist laut Polizei neben dem richtigen Verhalten auch eine gute mechanische Sicherung an Türen und Fenstern unerlässlich. Auf der Internetseite der Landespolizei geben die Beamten weitere Tipps zum Einbruchsschutz.

Ausführliche Informationen, wie man sich vor Einbrecher schützen kann gibt es zudem bei der Initiative "Keinbruch" von Polizei und Wirtschaft.