Flensburg

Wau! Ausgesetzter Welpe macht Karriere als Polizeihund

Malinoisrüde Jack als zehn Wochen alter Welpe (l.) und als Polizeidiensthund in Ausbildung.

Malinoisrüde Jack als zehn Wochen alter Welpe (l.) und als Polizeidiensthund in Ausbildung.

Foto: Polizeidirektion Flensburg

Beamte fanden den kleinen Malinoisrüden eingesperrt bei Eiseskälte. Schon bald wird er ihr Kollege sein.

Flensburg/Hamburg. Wie er da so auf dem Schoß saß, zitternd und ihn mit seinen großen Kulleraugen anschauend, da war es um den Polizeibeamten wohl geschehen. Nein, er würde diesen süßen kleinen Kerl, den er gerade auf einem Gewerbegrundstück in Handewitt aufgelesen hatte, ausgesetzt bei Minusgraden und eingesperrt zwischen Europaletten, nicht ins Tierheim bringen, sondern zu sich nach Hause. Und weil die Familie auch nichts gegen einen zweiten jungen Hund einzuwenden hatte, gehörte der zehn Wochen alte Welpe nun dazu.

Zwei Jahre später ist aus ihm ein stattlicher Malinoisrüde geworden – und ein Kollege. Da dem neuen Herrchen schnell klar geworden sei, "dass in dem kleinen Welpen viel mehr steckte als in einem 'normalen' Familienhund", habe er ihn dem Leiter der Diensthundestaffel anvertraut, berichtet die Polizeidirektion in Flensburg. Jack, wie eine Kollegin ihn getauft hat, sei jetzt in Ausbildung "auf dem besten Wege", im nächsten Jahr als Schutzhund in den aktiven Polizeidienst zu wechseln. Wau, was für ein Happy End!