Bahn

Verbindung Hamburg–Sylt 2019 wochenlang unterbrochen

Mit dem Auto ist Sylt im November 2019 nur rund ums Wochenende zu erreichen.

Mit dem Auto ist Sylt im November 2019 nur rund ums Wochenende zu erreichen.

Foto: picture alliance/ Carsten Rehder

Gleise müssen erneuert werden. Mit dem Autozug ist die Insel dann nur an Wochenenden zu erreichen. Eine Alternative bleibt.

Hamburg. Kaum dass sich der Zugverkehr auf der Strecke Hamburg–Sylt nach den letzten Gleisbauarbeiten normalisiert hat, müssen sich die Reisenden schon auf neue Einschränkungen einstellen. Im November kommenden Jahres ist die wichtige Zugverbindung für vier Wochen unterbrochen. Das berichtet die "Sylter Rundschau".

Jeweils zwischen montagabends, 21 Uhr, und freitagmorgens, 9 Uhr, werde die Festlandstrecke zwischen Klanxbüll und der Autoverladung Niebüll komplett gesperrt. Mit dem Autozug ist die Insel somit nur noch an rund um die Wochenenden zu erreichen. Was für alle Bahnreisenden gilt: Sie müssen in dieser Zeit in Busse umsteigen.

Gleis bei Klanxbüll muss erneuert werden

Grund der Sperrung: Das Gleis zwischen Lehnshallig und Klanxbüll muss erneuert werden. Die Maßnahme ist Teil der Investitionsoffensive, die die Bahn im Juli angekündigt hat. Bis 2022 sollen rund 200 Kilometer Gleis auf der maroden Marschbahn Hamburg–Sylt erneuert werden.

Die Baumaßnahme sei im Dialog mit den Sylter Gemeinden, dem Verein Sylter Unternehmer, dem Hotel- und Gaststättenverband und den Touristikern abgestimmt worden und werde auch den Interessen der Pendler gerecht, wird Sönke Kreft von der DB Netz AG in der "Sylter Rundschau" zitiert. Die beiden Alternativen – eine durchgehende zwölftägige Sperrung und eine Sperrung nur an sechs Wochenenden – seien verworfen worden. Die Sperrung werde auch genutzt, um im Bahnhof Westerland und an der Autoverladung Weichen auszutauschen.

Alternative: Syltfähre

Eine Alternative, die Insel mit dem Auto auch unter der Woche zu erreichen, bleibt: die Syltfähre, die mehrmals täglich von der dänischen Insel Rømø aus fährt. Die Reederei FRS ist nach eigenen Angaben "in engen Gesprächen mit der Bahn", um den Mehrbedarf abzudecken.