Schleswig-Holstein

Atomkraftwerk-Betreiber verteilen Ratgeber für Notfälle

Das Atomkraftwerk Krümmel bei Geesthacht

Das Atomkraftwerk Krümmel bei Geesthacht

Foto: Daniel Reinhardt/dpa

Landesregierung informiert Haushalte rund um die Meiler Brokdorf, Krümmel und Brunsbüttel über Jodtabletten und Sammelstellen.

Kiel. Die Betreiber der Atomkraftwerke Brokdorf, Krümmel und Brunsbüttel verteilen von Montag an in der Nachbarschaft der Meiler einen aktualisierten Ratgeber für Notfälle. Sie kämen damit ihrer gesetzlichen Pflicht nach, teilte das schleswig-holsteinische Innenministerium am Sonnabend in Kiel mit.

Die Strahlenschutzverordnung sehe vor, dass der Ratgeber alle fünf Jahre an alle Haushalte im Umkreis von fünf Kilometern bei laufenden Anlagen – dies gelte für Brokdorf (Preussenelektra) - und im Umkreis von zwei Kilometern bei stillgelegten Anlagen - dies gelte für Krümmel und Brunsbüttel (beide Vattenfall) – verteilt werde.

Strahlenschutz-Broschüre zuletzt 2008 verteilt

Der "Ratgeber für die Bevölkerung in der Umgebung der Kernkraftwerke in Schleswig-Holstein" enthält laut Innenministerium unter anderem Telefonnummern der Katastrophenschutzbehörde, nennt Sammelstellen für Menschen ohne eigenes Kraftfahrzeug und informiert über die Anwendung von Jodtabletten.

Die Broschüre sei zuletzt 2008 verteilt worden, 2013 sei bundesweit darauf verzichtet worden, weil nach dem Reaktorunfall von Fukushima nicht klar gewesen sei, wie sich die Katastrophe in Japan auf den deutschen Notfallschutz auswirke.