Badespaß

Alarm an der Ostsee: Die Feuerquallen sind zurück

Eine Feuerqualle liegt am Ostsee-Strand. Wegen der Hitze sind die Quallen in diesem Jahr größer als sonst

Eine Feuerqualle liegt am Ostsee-Strand. Wegen der Hitze sind die Quallen in diesem Jahr größer als sonst

Foto: Bernd Wüstneck / dpa

Die Strömung hat sie wieder an die Ostseestrände gespült. Warnung vor meterlangen Tentakeln und Tipps für erste Hilfe.

Lübeck.  An der Lübecker Bucht vom Timmendorfer Strand bis Haffkrug ist Vorsicht geboten: Die Feuerquallen sind wieder da. „Trotz der vergleichsweise geringen Beeinträchtigung durch Quallen sollten die Besucher achtsam sein und sich von den Nesseltieren fernhalten“, sagte die Pressesprecherin des Kreises Ostholstein, Carina Leonhardt. Ursache für das Aufkommen der Quallen sind die Strömungen und der Wind an der Ostsee.

Im August war die höchste Feuerquallen-Warnstufe an der Lübecker Bucht ausgesprochen worden, wo rund 600 Badegäste über Beschwerden geklagt hatten. Betroffene sollten umgehend die Nesseln von der Haut ablösen. Hilfreich dabei sind vor allem Sand und Essig.

Die Tentakeln sind fast unsichtbar

Die gelbe Haar- oder Nesselqualle heißt wegen ihres Aussehens auch "Feuerqualle" oder "Löwenmähne". Feuerquallen sind dunkelrot bis gelb und haben einen kompakten Quallenkörper (Schirm). Er kann etwa tellergroß werden. Die Feuerqualle lebt eigentlich in der Nordsee und wird besonders im Spätsommer durch Winde und Strömungen in die Ostsee getrieben. Wer sie im Uferbereich sieht, sollte einen großen Bogen um sie machen. Die Tentakel unter dem Schirm sind fast unsichtbar und teilweise mehrere Meter lang. An ihnen sitzen Nesselzellen, die bei Berührung hautreizendes Gift freisetzen.

Tipps für erste Hilfe

Wen die Qualle erwischt, der sollte zügig das Wasser verlassen und unnötige Bewegungen vermeiden. Die Nesseln nicht mit Süßwasser oder Alkohol spülen, sondern mit Salzwasser anfeuchten und dann mit feinem Sand bestreuen. Das Ganze leicht antrocknen lassen und dann mit einer Kreditkarte oder ähnlichem vorsichtig samt Nesseln abschaben. Im Anschluss kühlen. Bei Fragen oder Kreislaufproblemen die Rettungsschwimmer fragen oder einen Arzt aufsuchen.