Flensburg

Rettungskräfte sagen im Prozess um erstochene 17-Jährige aus

Der Angeklagte im Gerichtssaal zwischen seinem Anwalt und einer Dolmetscherin

Der Angeklagte im Gerichtssaal zwischen seinem Anwalt und einer Dolmetscherin

Foto: dpa

Ein junger Afghane soll das Mädchen mit 14 Messerstichen getötet haben. Sanitäter trafen ihn danach am Tatort an.

Flensburg. Im Mordprozess um die erstochene 17-jährige Mireille haben Rettungskräfte am Donnerstag am Landgericht Flensburg ihre ersten Eindrücke geschildert. Der Angeklagte, der zu dem Zeitpunkt in der Wohnung gewesen sei, habe verzweifelt und betroffen gewirkt, schilderten die Zeugen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem gebürtig aus Afghanistan stammenden Angeklagten vor, Mireille aus niederen Beweggründen mit 14 Messerstichen am 12. März getötet zu haben. Er habe die junge Deutsche in deren Wohnung aus Eifersucht getötet, weil das Mädchen eine andere Beziehung eingegangen sei.

Die Zeugen berichteten auch über ihre erfolglosen Reanimationsbemühungen. Sie seien am 12. März zu einem Einsatz wegen eines Suizids mit Messer gerufen worden, sagten die drei Zeugen übereinstimmend. Sie fanden die Jugendliche nicht ansprechbar in der Wohnung. Es sei schnell mit der Reanimation begonnen worden, das EKG habe aber durchgehend keine Lebenszeichen angezeigt.