Quickborn

Der Mord am Boxer Tunahan Keser bleibt rätselhaft

Der Boxer Tunahan Keser aus Schenefeld wurde 2017 erschossen

Der Boxer Tunahan Keser aus Schenefeld wurde 2017 erschossen

Foto: privat / HA

Vor einem Jahr wurde Kesers Leiche Nahe der Autobahnraststätte Holmmoor gefunden. Polizei tappt bei Ermittlungen weiter im Dunkeln.

Quickborn.  Ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod des Boxers Tunahan Keser sind die Umstände des Verbrechens noch immer unklar. Der junge Mann wurde am 21. Juli 2017 an der A7 nahe Quickborn gefunden. Er war erschossen worden. Die Mordkommission tappt offensichtlich noch im Dunkeln.

„Ich kann Ihnen lediglich sagen, dass die Ermittlungen noch andauern“, erklärte der Itzehoer Oberstaatsanwalt Peter Müller-Rakow auf Anfrage. Der 22 Jahre alte Boxer war seit dem 23. Juni 2017 vermisst worden. Ein Lkw-Fahrer fand seine Leiche einen Monat später in der Nähe des Autobahnrastplatzes Holmmoor. Mysteriös: In der Nacht vor dem Verschwinden des Sportlers war seinem Trainer in Wedel (Kreis Pinneberg) ins rechte Knie geschossen worden.

Spurensuche im Fernsehen brachte nichts

Die Mordkommission verfolgt nach früheren Angaben zudem eine Spur zu einem inzwischen verstorbenen Häftling, der im November 2017 wegen des Verdachts auf ein anderes Tötungsdelikt in Untersuchungshaft kam.

Im März 2018 war der Fall Tunuhan Keser in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ vorgestellt worden. Die Ausstrahlung brachte offensichtlich nicht die erhofften Hinweise aus der Bevölkerung.