Segeberg

Smartphone? Alkoholmessgerät? Hauptsache pusten!

Sieht einem Smartphone anscheinend zum Verwechseln ähnlich: Ein Atemalkoholmessgerät

Sieht einem Smartphone anscheinend zum Verwechseln ähnlich: Ein Atemalkoholmessgerät

Foto: imago/Jochen Tack

Ein volltrunkener 18-Jähriger erheiterte am Sonnabend bei einem freiwilligen Alkoholtest Polizei und Rettungsdienst.

Bad Segeberg. Mangelnde Kooperationsbereitschaft kann man dem 18-Jährigen nicht vorwerfen, der am Sonnabend von der Polizei kontrolliert wurde: Ein Autofahrer verständigte gegen 19.30 Uhr die Beamten, nachdem er in Trappenkamp an dem jungen Mann vorbeigefahren war und sich Sorgen machte, ob dieser wohl noch den Weg nach Hause finden würde.

Als der Streifenwagen eintraf, war auch schon eine zufällig vorbeikommende Rettungswagenbesatzung auf den allem Anschein nach stark torkelnden Teenager aufmerksam geworden. "Zur Feststellung seiner Alkoholisierung boten die Polizisten dem 18-Jährigen einen Atemalkoholtest an", wie es in der offiziellen Mitteilung zu dem Einsatz heißt.

Komisch, das Gerät zeigt gar nix an

Der ließ sich auch nicht lange bitten und blies mit Schwung drauf los – allerdings nicht in das Messgerät, sondern gleich mehrfach in sein Smartphone. Irgendwann gelang es den Beamten, den ernsthaft Angetrunkenen doch noch zum Gerätewechsel zu überreden: Und siehe da, schon gab es ein Ergebnis: mehr als zwei Promille.

Die geballte Expertise von Polizisten und Rettungswagenbesatzung hielt eine medizinische Behandlung dennoch nicht für notwendig. Stattdessen lieferten sie den Teenager bei seinen Eltern ab – wie glücklich die darüber waren, ihren Sohn aus den Händen von sich mutmaßlich nur mühsam das Kichern verkneifenden Polizisten zurück zu bekommen, ist leider nicht überliefert.